Seebad Zingst an der Ostsee
Nahe des östlichen Endes einer stark gebogenen Landzunge, die im Laufe der Jahrhunderte
aus mehreren kleinen Inseln bzw. Landkernen zusammengewachsen ist, erreicht man das Ostseebad Zingst.
Die 3000 Einwohner zählende Gemeinde ist im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts durch den Zusammenschluss dreier kleinerer Siedlungen entstanden.
Lebte man früher noch hauptsächlich vom Fischfang und der
Landwirtschaft, so ist heute der Tourismus das ökonomische Standbein von Zingst: Der recht ansehnlich gestaltete Palazzo
Grande eines international renommierten Hotelkonzerns in Strandnähe zeigt dies überdeutlich.

Nur wenige Schritte von diesem pompösen modernen Bauwerk
entfernt befindet sich der Eingangsbereich zur Seebrücke, deren hölzerner Steg mehr als einhundert Meter in die Ostsee
sticht. Von hier aus kann man gut den langen feinsandigen und steinlosen Strand in beide Richtungen überblicken.
Ortsbild und Lage von Zingst haben dem Autoren dieser Website
sehr zugesagt. Neben vielen modernen Gebäuden sind auch noch mehrere alte Kapitänshäuser vorhanden. Das
Kapitänshaus mit dem Namen Morgensonne beherbergt heute die Heimatstube des Seebades. Die 1860-62 vom berühmten Berliner
Architekten Friedrich August Stüler im neugotischen Stil entworfene, turmlose Kirche und der kleine Hafen am Bodden
stellen weitere Sehenswürdigkeiten des Ortes dar.
Wenn man über Barth nach Zingst anreist, überquert man den
Bodden über die 1910 gebaute Meinigenbrücke, eine einspurige Drehbrücke, die unter Denkmalschutz steht und ebenfalls
eines Blickes wert ist. Um den Autoverkehr jedoch flüssig zu halten, hat man neben ihr eine weitere einspurige Behelfsbrücke errichtet.
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