Das Dorf Zemitz
und seine Kirche
In Vorpommern, wo die meisten Kirchen backstein-, feldstein- oder
fachwerksichtig gebaut sind, fallen vollständig weiß verputzte Kirchen besonders auf. Die Dorfkirche in Zemitz sticht ferner auch
deshalb besonders in Auge, weil sie isoliert am Ortsrand auf einer kleinen Anhöhe steht. Die Ansicht aus weiterer Entfernung, wie sie das
Foto oben zeigt, kann man als nahezu malerisch bezeichnen.
Erbaut wurde die kleine einschiffige Kirche mit dreiseitigem
Chorabschluss und halbeingezogenen Turm ursprünglich als kleinere Kapelle im 18. Jahrhundert. Ihre heutige Form erhielt sie jedoch
erst am Anfang des 20. Jahrhunderts. Kleine Rundbogenfenster bilden die einzige Form der Fassadendekoration an
Schiff und Chor. Der Turmschaft ist unten massiv, oben hölzern und wird von einer geschwungenen barocken Spitze mit Laterne gekrönt.
Zemitz liegt übrigens rund 10 Kilometer südlich von Wolgast. Erstmalig urkundlich
erwähnt wurde der Ort im Jahre 1504. Die paar Häuser des Dorfes, das kaum mehr als einhundert Einwohner zählt, reihen
sich hauptsächlich längs einer einzigen Straße, der so genannten Dorfstraße, aneinander. Die hübsche Kirche befindet sich
allerdings, wie oben schon angedeutet, in einer der wenigen Seitenstraßen von Zemitz.
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