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 VERCHEN

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Den Kummerower See säumen mehrere kleine Orte: Diejenigen Orte, die am westlichen Ufer des rund 11 km langen und durchschnittlich 4 km breiten Sees liegen, sind mecklenburgisch. Der östliche Uferbereich einschließlich Verchen gehört aber zu Vorpommern. Das kleine 500-Einwohner-Dorf ist aufgrund seiner Lage also gewissermaßen ein Grenzort.

Der Baubeginn von Verchens ältestem Bauwerk, der Kirche St. Marien, fällt in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts. Es handelt sich dabei um einen eher schlichten gotischen Bau. Auffällig aber und eher ungewöhnlich hinsichtlich seiner architektonischen Gestaltung ist, dass der Glockenturm an den zentralen nördlichen Abschnitt des Langhauses angefügt wurde.
St. Marien war ursprünglich wie die Kirche im 40 km östlich gelegenen Stolpe eine Benediktiner-Klosterkirche. Allerdings bildete sich der Konvent in Verchen nicht aus Mönchen, sondern aus Nonnen, oder noch genauer gesagt: aus Benediktinerinnen. Sie haben nach der Reformation im 16. Jahrhundert das Land verlassen. Geblieben sind dagegen im Kircheninneren bedeutende Ausstattungsstücke: So kann man heute noch drei spätmittelalterliche Chorfenster bewundern, die jedoch im 19. Jahrhundert nicht unerheblich ergänzt wurden. Sehenswert sind u. a. ferner der noch vorhandene Mittelschrein des gotischen Altars mit einer Verkündigungsszene und außerdem eine Reihe von mittelalterlichen Schnitzskulpturen.

Neben der Kirche ragt unter den anderen historischen Gebäude in Verchen besonders das ehemalige Amtshaus (siehe folgendes Foto) hervor, das in der Mitte des 18. Jahrhunderts auf dem Fundament eines Klostergebäudes und unter Verwendung von Bauteilen eben erwähnten Vorgängerbaus errichtet wurde. So stammt der beeindruckende Gewölbekeller noch von dem ursprünglichen Klosterbau aus dem 13. Jahrhundert. Heute wird das ehemalige Amtshaus als ein Jugendhotel genutzt. Umgeben wird es von einem großen, parkähnlichen Garten.

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      © Andreas Reuter