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Fernab der großen Touristenströme, die in Vorpommern
während des Sommers fast invasionsartig einfallen, befindet sich Tribsees
im Hinterland der Ostseeküste. Stralsund liegt rund 30 km
nordöstlich entfernt, der nächste Strand auf der Halbinsel Zingst
ungefähr 35 km.
Die heute rund 3500 Bürger zählende Gemeinde Tribsees
wird 1136 erstmalig erwähnt und erhält 1285 lübisches Stadtrecht.
Errichtet wurde sie nahe der Landesgrenze zu Mecklenburg auf einer
Anhöhe an der Trebel, einem kleinem Fluss, der hier nicht viel breiter
als 10 Meter ist. 1702 vernichtete ein großer Stadtbrand fast den
kompletten ursprünglichen Häuserbestand. Dennoch hat sich
Stadtgrundriss aus dem Mittelalter erhalten. Typisch für ihn sind
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einerseits kleine enge Gassen, die häufig
von kleinen, verputzten Backsteinfachwerkhäusern gesäumt
werden,
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andererseits die ovale Gesamtanlage, sprich:
In West-Ost-Richtung dehnt sich die Altstadt Tribsees´ rund 600
m aus, in Nord-Süd-Richtung etwa 300 m.
Demzufolge ist die Hauptverkehrsachse, die
Karl-Marx-Straße, an der auch der dreieckige Markplatz liegt, nicht
einmal einen Kilometer lang. An ihrem westlichen und östlichem Ende schießen zwei mittelalterliche
Stadttore empor: das Stein- und das Mühlentor. Die beiden im
letzten Viertel des 13. Jahrhunderts errichteten Backsteintortürme
haben eine spitzbogige Durchfahrt, durch die auch heute noch der
Straßenverkehr sich drängt.
Architektonischer und künstlerischer Höhepunkt von
Tribsees ist jedoch die St.-Thomas-Kirche, eine dreischiffige Backsteinhalle mit polygonalen
Chor und quadratischem Westturm, deren Baubeginn in die erste Hälfte
des 14. Jahrhunderts fällt. Unter der reichen Innenausstattung ist
besonders ein Schnitzaltar hervorzuheben, der ebenfalls aus dem 14.
Jahrhundert stammt.
Sehenswert ist ferner ein hoher,
mehrgeschossiger Backsteinfachwerkspeicher vom Anfang des 19.
Jahrhunderts. Außerdem sollte man sich den beeindruckenden Blick auf
Tribsees aus nördliche Richtung nicht entgehen lassen. Da die Gemeinde
seit dem Mittelalter nur nach Osten und Süden expandierte, kann man von
dort ungestört über grüne Wiesen und Trebel hinweg auf die seit
Jahrhunderten unveränderten, historischen Stadtkonturen schauen.
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