Im
Zentrum des Kreises Uecker-Randow, dessen östliche Grenze
zugleich Landesgrenze zu Polen ist, liegt Torgelow zwischen
der Kreisstadt Pasewalk und der Hafenstadt Ueckermünde. Im 13.
Jahrhundert wird die Siedlung mit Burg zum ersten Male urkundlich
erwähnt, ist aber wohl wesentlich älter und slawischen
Ursprungs. Lange Zeit blieb Torgelow ein kleines Dorf mit wenigen hundert Einwohnern, bis
schließlich im 18. Jahrhundert Eisenerzvorkommen entdeckt
wurden, ein Hüttenwerk entstand und sich die Einwohnerzahl im
Laufe von 100 Jahren mehr als verzwanzigfachte. Heute zählt man
rund 11000 Einwohner.
 
Das Stadtbild ist modern und gepflegt. Zu den
ältesten Bauwerken gehört die Ende des 19. Jahrhunderts im
neugotischen Stile errichtete Christuskirche. Direkt
gegenüber auf der anderen Uecker-Uferseite erheben sich die
spärlichen Reste der Burgruine (siehe vorhergehendes
Foto). Sie wurde im
30-Jährigen-Krieg zerstört und war vermutlich viele
Jahrhunderte früher Zentrum der slawischen Siedlung vom Stamme
der Ukranen. Kulturelle Höhepunkt Torgelows ist sicherlich das
sogenannte Ukranenland, ein einzigartiges Freilichtmuseum
mit in Originalgröße rekonstruierten Block-, Bohlen- und
Flechtwandhäuser des 9. und 10. Jahrhunderts. Im Museum kann
man u. a. auch historischen Handwerkern bei ihrer Arbeit über die
Schultern schauen.
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