Inhalt

 Altentreptow

 Anklam

 Barth

 Demmin

 Gartz

 Greifswald

 Grimmen

 Heringsdorf

 Pasewalk

 Peenemünde

 Rügen

 Stralsund

 Tribsees

 Ueckermünde

 Wolgast

 ...

  Weitere Orte:

 

 Brücken ...

 Kirchen ...

 Schlösser ...

 Seebäder ...

... in Vorpommern

 STRALSUND

www.vorpommern-infoweb.de

zur Übersichtskarte

Yatego - Erfinder der Shoppingfreude


Lambert Steinwich

Im Mittelalter war die 1234 gegründete Hansestadt Stralsund neben Lübeck eine der reichsten und mächtigsten Städte im Ostseeraum.

Diese Macht spiegelt sich in der Geschichtsschreibung besonders im sogenannten Stralsunder Frieden des Jahres 1370 wider: Nachdem die Dänen unter der Führung ihres Königs Waldemars IV hansische Handelszentren auf Gotland und in Schonen überfallen und die dortigen Privilegien der Hanse danach missachtet hatten, wurden sie schließlich von einer Kriegskoalition aus 57 Hansestädten mit führender Beteiligung Stralsunds in die Knie und zu Friedensbedingungen gezwungen, die im Stralsunder Rathaus schriftlich fixiert wurden.

Große Geschichte schrieb die Stadt auch, als sie 1628 einem Eroberungsversuch wallensteinscher Truppen widerstand. Daran erinnert heute noch am Frankenteich ein Denkmal für Lambert Steinwich, den damaligen Bürgermeister Stralsunds und Gegenspieler von Wallenstein.

  
     
     
     
Diese Fotos und diejenigen in der rechten Spalte können
durch Anklicken vergrößert werden.

Heutige steinerne Zeugen dieser Macht und früheren Reichtums sind besonders die 3 imposanten gotischen Backsteinkirchen:

  • St. Nikolai, die Ratskirche, ist eine dreischiffige Basilika mit Umgangschor und zwei Türmen. Sie besticht besonders durch ihre wertvolle Innenausstattung. Erwähnt seien hier unter anderem die vielen mittelalterlichen Altäre und die astronomische Uhr.

  • St. Marien stellt den genialen Abschluss und Höhepunkt der norddeutschen Backsteingotik dar. Architektonische Auffälligkeiten sind vor allem ihr mächtiges Westwerk und das dreischiffige Querhaus. Mit 104 Metern Turmhöhe darf sie übrigens den Titel der größten Kirche in Vorpommern tragen.

  • St. Jakobi, die kleinste der drei Stralsunder Hauptkirchen mit einem erstaunlich schönen Turm, wird nach Zerstörungen während des Zweiten Weltkrieges heute als Kulturkirche genutzt. Ihre wertvolle Innenausstattung, die man zur Zeit restauriert, konnte durch Auslagerung gerettet werden.

Ein weiteres gotisches Bauwerk, das mittelalterliche Rathaus am Alten Markt, zählt zu den bedeutendsten mittelalterlichen Profanbauten im Ostseeküstenbereich. Beeindruckend ist die hohe, durch sieben polygonale Pfeiler gegliederte Schauwand. In den größerenteils original erhaltenen Stadtklöstern sind heute Museen untergebracht. Im vormaligen Katharinenkloster der Dominikaner befinden sich das Meeresmuseum und das Kulturhistorische Museum, im ehemaligen Franziskanerkloster St. Johannis u. a. eine wertvolle Barockbibliothek. Auch das Heilgeistkloster ist sehr sehenswert: Der farbenfrohe Baukomplex besteht aus einer kleinen gotischen Kirche, einem galeriegeschmückten Kirchgang, einem massiv gebauten Eldendenhaus und mehreren kleinen Fachwerkbuden.

Stralsund, mit rund 60000 Einwohner die größte Gemeinde Vorpommerns, ist aber nicht nur Museumsstadt und Unesco-Weltkulturerbe, sondern auch eine Hafenstadt. Wenn man das Hafengebiet am Strelasund, der Meerenge zwischen dem Festland und der Insel Rügen, betritt, kann man beim Anblick der großen Speicher, Schiffe und Kräne erahnen, wo die wirtschaftlichen Wurzeln der Stadt liegen. Apropos Insel: Wenn man vom historischen Stadtkern Stralsunds spricht, fällt häufig auch die Bezeichnung Altstadtinsel. Das historische Zentrum ist nämlich vollständig von Wasser umgeben, einerseits vom Strelasund, andererseits vom Franken- und vom Knieperteich, die früher Teil der mittelalterlichen Wehranlagen waren. Von den Stadttoren haben sich noch zwei, das Küter- und das Kniepertor, erhalten.

Nahe Orte:
  
Reinberg
,
Brandshagen,
Richtenberg,
Poseritz,
Gingst,
Garz,
Parow und
Hohendorf

Nützliche Links:
Offizielle Stadtseite
Weitere Fotos von Stralsund

© Andreas Reuter