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 STOLPE

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Klosterruine

Stolpe an der Peene

Das 400-Seelen-Dorf im Landkreis Vorpommern-Greifswald liegt landschaftlich recht reizvoll am mittleren Lauf der Peene. In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts wird es im Zusammenhang mit der Ermordung des pommerschen Herzogs Wartislaw I. zum ersten Male urkundlich erwähnt. Ein paar Jahre später wird an dieser Stelle ein christliches Kloster gegründet, das als das erste seiner Art in Vorpommern gilt. Leider wurde das ursprüngliche Benediktinerkloster, das später von den Zisterziensern übernommen wurde, während des 30-Jährigen-Krieges erheblich zerstört. Die sehenswerte Reste der Klosterkirche aus Feldsteinen werden heute durch ein futuristisch anmutendes Schutzdach überspannt. In Verchen, rund 40 km peeneaufwärts, steht übrigens eine erhaltene, ehemalige Benediktinerinnen-Klosterkirche in Vorpommern.

Peene bei Stolpe

Die heutige Kirche in Stolpe ist ein neugotischer Bau vom Ende des 19. Jahrhunderts. Ein Relief über dem Portal erinnert an oben erwähnten Herzog Wartislaw I., der als erster slawischer Regionalfürst zum Christentum übergetreten war und später heilig gesprochen wurde. Außerdem sind die vielen farbigen Fenster mit bildlichen Darstellungen aus der Erbauungszeit der Kirche bemerkenswert.

Wirtschaftsgebäude

Das ehemalige Gutshaus in Stolpe, das inmitten einer herrlichen Parkanlage liegt, wird heute als Hotel genutzt. In seiner Umgebung befinden sich zugehörige Wirtschaftsgebäude, die denselben gepflegten Eindruck vermitteln. Eine weitere Sehenswürdigkeit des Dorfes stellt der alte Fährkrug dar, ein reetgedecktes Fachwerkhaus, das, wie der Name es schon vermuten lässt, in unmittelbarer Nähe des Peene-Ufers gebaut wurde.

 

Gutshaus in Stolpe
Fährkrug

 

Orte in der Umgebung:
Jarmen, Neetzow, Müggenburg und Anklam

Nützliche Links:
Wikipedia: Stolpe (Peene)

© Andreas Reuter