Das Dorf Spantekow und seine Burg
Über dem Eingang zur Festung Spantekow befindet sich zwischen
zwei Halbsäulen ein Relief, das den Bauherrn Ulrich von Schwerin nebst Gemahlin zeigt. Von der um 1560 im Auftrage des
eben erwähnten Adeligen errichteten Festungsanlage, die eine Vorgängerburg aus dem Mittelalter ersetzte, ist leider nicht
mehr alles vorhanden. Dennoch kann man sie als eine der am besten erhaltenen Burgen Norddeutschlands und als eine immer
noch außergewöhnliche Sehenswürdigkeit bezeichnen.

Die Anlage war ursprünglich ganzseitig von
einem Wassergraben und einem Außenwall umgeben. Um das Eingangstor besser erreichen zu können, hat man schon vor
langer Zeit rund 20 Prozent des Wallgrabensystems nivelliert, d. h. den Graben zugeschüttet und den Wall eingeebnet. Die heute
noch vorhandenen 80 Prozent dieses vorgelagerten Verteidigungssystems illustrieren aber immer noch anschaulich
die Kunst frühneuzeitlichen Festungsbaus. Ebenso deutlich sichtbar wird der Defensivcharakter der Burg in Spantekow am
umlaufenden Festungsmauerring, von dem sich auch noch sehr beachtliche und imposante Reste erhalten haben. Wassergraben und
Mauerring umschlossen einst eine nahezu rechteckige Festungsinsel, an deren vier Ecken sich Bastionen vorschoben.
Auf dem geschützten Areal dieser Insel befinden sich heute noch ein ehemaliges Wirtschaftsgebäude und ein um 1900 leicht
umgebautes Renaissanceschloss, dessen obere Geschosse weithin sichtbar über den Mauerring emporschießen, wie man auf
den folgenden Fotos sehen kann.

Spantekow und seine Burg liegen rund 15 km südwestlich von Anklam.
Das Dorf selber, dessen Einwohnerzahl heute etwas mehr als 1000 beträgt, wird im 14. Jahrhundert erstmalig in einer Urkunde
dokumentiert. Die Ursprünge des Dorfes werden aber in wesentlich älterer Zeit liegen, da sein Name einen slawischen Ursprung vermuten lässt.
Last, but not least eine weitere
Sehenswürdigkeit neben der Burg: Der schöne, mit einer barocken Haube gekrönte Fachwerkturm der Kirche
in Spantekow wurde im Jahre 1734 hochgezogen. Er wurde an das schlichte, aus dem 15. Jahrhundert stammende Schiff angefügt, zu
dessen beachtenswerten Ausstattungsstücken u. a. eine Renaissancekanzel zählt.
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