Über
dem Eingang zur Festung Spantekow befindet sich zwischen
zwei Halbsäulen ein Relief, das den Bauherrn Ulrich von
Schwerin nebst Gemahlin zeigt. Von der um 1560 im Auftrage des
eben erwähnten Adeligen errichteten Festungsanlage, die eine
Vorgängerburg aus dem Mittelalter ersetzte, ist leider nicht
mehr alles vorhanden. Dennoch kann man sie als eine der am
besten erhaltenen Burgen Norddeutschlands und als eine immer
noch außergewöhnliche Sehenswürdigkeit bezeichnen.
Die Anlage war ursprünglich ganzseitig von
einem Wassergraben und einem Außenwall umgeben. Um das
Eingangstor besser erreichen zu können, hat man schon vor
langer Zeit rund 20 Prozent des Wallgrabensystems nivelliert, d.
h. den Graben zugeschüttet und den Wall eingeebnet. Die heute
noch vorhandenen 80 Prozent dieses vorgelagerten
Verteidigungssystems verfehlen aber keineswegs ihre
beeindruckende Wirkung. Weitaus deutlicher sichtbar wird der
Defensivcharakter der Festung am umlaufenden Festungsmauerring,
von dem sich auch noch sehr beachtliche und imposante Reste
erhalten haben. Wassergraben und Mauerring umschlossen
einst eine
nahezu rechteckige Festungsinsel, an deren vier Ecken sich
Bastionen vorschoben. Auf dem geschützten Areal dieser Insel befinden sich
heute noch das ehemalige Wirtschaftsgebäude und ein um 1900 leicht umgebautes
Renaissanceschloss, dessen obere Geschosse deutlich über den Mauerring
emporschießen.

Spantekow und seine Burg liegen rund 15 km südwestlich von Anklam.
Das Dorf selber, dessen Einwohnerzahl etwas mehr als 1000
beträgt, wird 1391 erstmalig in einer Urkunde
erwähnt. Die Ursprünge des Dorfes werden aber in wesentlich
älterer Zeit liegen, da sein Name einen slawischen Ursprung
vermuten lässt.
Last, but not least eine weitere
Sehenswürdigkeit neben der Burg: Der schöne Fachwerkkirchturm
in Spantekow stammt aus
dem Jahre 1734.
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