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Die Ursprünge des Dorfes Schmarsow reichen wohl bis in die
slawisch dominierte Siedlungsperiode Vorpommerns zurück, obwohl es urkundlich erst im 13. Jahrhundert zum ersten Male erfasst wurde,
als die eingewanderten Deutschen schon die führende gesellschaftliche Rolle übernommen hatten. Kurz gesagt: Das Dorf,
das heute ein paar hundert Einwohner zählt, ist mindestens 800 Jahre alt. Es befindet sich unweit der Bundesstraße 110 an dem Abschnitt,
der von Demmin nach Jarmen führt, und gehört zur Gemeinde Kruckow. Damit nun wirklich keine Verwechselung eintritt: Es gibt noch einen weiteren Ort in
Vorpommern mit der Bezeichnung Schmarsow, der jedoch in der Nähe von Pasewalk liegt.

Auffälligstes Gebäude des Dorfes bei Demmin ist ein zweigeschossiges
Schloss aus dem 17. Jahrhundert, das zweifelsfrei zu den bedeutendsten Kunstdenkmalen Vorpommerns gezählt werden muss. Dem
zentralen Schlosshauptgebäude, zu dessen Portal eine zweiarmige, halbkreisförmige Freitreppe führt, wurde rechts und
links jeweils ein übergiebelter Seitenflügel in gleicher Höhe angefügt.

Neben dieser Freitreppe verdienen an der ansonsten recht sparsam
gegliederten Fassade dieses Dreiflügelbaus besonders die Portalrahmung in Form einer Ädikula ("Tempelchens") mit
gesprengten Giebel und außerdem die beiden geschwungenen, mit Voluten verzierten Giebel an den Seitenflügeln große Beachtung.
Die Inschrift 1796 an einem dieser Giebel bezieht sich nicht auf das Erbauungsjahr, sondern nur auf eine durchgeführte Renovierung bzw.
Restaurierung. Entstanden ist das Adelsgebäude - wie oben bereits angedeutet - wohl rund 100 Jahre früher.

Heute sind übrigens in dem Schloss
Ferienwohnungen integriert. Es wird also nicht museal genutzt.
Ein paar Schritte vom
imposanten Herrenhaus entfernt befindet sich die kleine turmlose Kirche aus dem Mittelalter. Sie wurde im 15. Jahrhundert
errichtet und im 19. Jahrhundert durchgreifend renoviert. Die schönsten Bauglieder dieses recht schlichten Backsteinbaus in
Schmarsow sind der durch mehrere Strebepfeiler gegliederte Chor, die nach gotischer Art
gestalteten Fenster und und der mit weißen Spitzbogenblenden verzierte Giebel oberhalb des Eingangs.

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