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Das Dörfchen Schlemmin findet man 15 km südlich von Barth
im geographischen Zentrum des Landkreises Nordvorpommern. Der
Ort kann zwar kaum mehr als 300 Einwohner aufweisen,
dafür aber mit einem der schönsten Schlösser Vorpommerns
prahlen, das von einem großen Park aus dem 18. Jahrhundert
umgeben wird. Der Baumbestand dieses weitläufigen Parks umfasst
hauptsächlich Eichen und Buchen.
Der heutige Schlossbau, der in den Jahren unmittelbar
vor 1850 ausgeführt wurde, ersetzte eine mittelalterliche
Burganlage. Beim Neubau verwendete man dem Zeitgeschmack gemäß
im wesentlichen historistische Architekturelemente. Beide Ecken
der Vorderfront werden durch leicht vorspringende Bauteile,
sogenannte Risalite, betont. Der hochragende, runde Turm, der
sich an einen dieser Risalite anlehnt, wird von einem Zinnekranz
bekrönt, während der mittlere Turm einen von einem Giebelkranz
umgebenen Spitzhelm trägt.
Unterhalb dieses Giebelkranzes halten zwei Ritter die Wappen
der Schlosserbauer. Die Ritter und auch der Wassergraben
erinnern daran, dass an dieser Stelle in Schlemmin ursprünglich
eine Wasserburg stand. Vor dem Schloss, das heute als
Hotel genutzt wird, steht noch eine bemerkenswerte
Steinskulptur. Vermutlich soll sie die Jagdgöttin Diana
darstellen.
Schlemmin kann neben dem Schloss noch mit einer Feldsteinkirche
aus dem späten Mittelalter aufwarten. Auf dem gotischen Turm
sitzt eine barocke Haube mit Laterne, die in die Zeit um 1700 zu
datieren ist. Die Innenraumgestaltung ist noch jünger und
stammt aus dem Jahre 1878. Die Orgel ist ein Oeuvre der berühmten
Berliner Buchholz-Werkstatt.
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