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Das Dörfchen Schlemmin,
dessen erste urkundliche Erwähnung ins Jahr 1320 fällt, findet man 15 Kilometer südlich von Barth. Der
Ort kann zwar kaum mehr als 300 Einwohner aufweisen, dafür aber mit einem der schönsten Schlösser Vorpommerns
prahlen, das darüber hinaus noch von einem ansehnlichen Park umgeben wird. Der Baumbestand dieses weitläufigen Parks,
der schließlich im 19. Jahrhundert nach englischen Vorbildern in
etwa sein derzeitiges Aussehen erhielt, umfasst hauptsächlich Eichen und Buchen.
Der heutige Schlossbau, der in den Jahren unmittelbar
vor 1850 ausgeführt wurde, ersetzte eine mittelalterliche Burganlage. Beim Neubau verwendete man dem Zeitgeschmack gemäß
im wesentlichen historistische Architekturelemente. Beide Ecken der Vorderfront werden durch leicht vorspringende Bauteile,
so genannte Risalite, betont. Der hochragende, runde Turm, der sich an einen dieser Risalite anlehnt, wird von einem Zinnekranz
bekrönt, während der mittlere Turm einen von einem Giebelkranz umgebenen Spitzhelm trägt.
Unterhalb dieses Giebelkranzes halten zwei Ritter die Wappen
der Schlosserbauer. Die Ritter und auch der Wassergraben erinnern daran, dass an dieser Stelle in Schlemmin ursprünglich
eine Wasserburg stand. Vor dem Schloss, das heute als Hotel genutzt wird, steht noch eine bemerkenswerte
Steinskulptur. Vermutlich soll sie die Jagdgöttin Diana bzw. Artemis darstellen.
Schlemmin kann neben dem Schloss noch mit einer Feldsteinkirche
aus dem späten Mittelalter aufwarten. Auf dem gotischen Turm sitzt eine barocke Haube mit Laterne, die in die Zeit um 1700 zu
datieren ist. Die Innenraumgestaltung ist noch jünger und stammt aus dem Jahre 1878. Bemerkenswert sind die bei dieser
Erneuerung entstandene farbige Ausmalung der Wände, die Kassettendecke, der Altar, die Kanzel und das Chorgestühl. Die Orgel ist ein Oeuvre der berühmten
Berliner Buchholz-Werkstatt.
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