Viele ehemalige
Rügen-Urlauber bringen Schaprode mit Hiddensee in Verbindung:
Das kleine Fährhafendorf, das in gerader Linie rund 25 km
nördlich von Stralsund liegt, ist nämlich häufig
Ausgangspunkt eines Ausfluges zu Rügens kleiner Nachbarinsel im
Westen.
Recht reizvoll ist die Lage des nicht einmal 1000 Einwohner
zählenden Dorfes am Schaproder Bodden, der Meerenge zwischen
Rügen und Hiddensee. Mehrere reetgedeckte Häuser, manche mit
Krüppelwalmdach, manche schon 200 Jahre alt, umgeben die auf
einem kleinen Hügel liegende gotische Backsteinkirche
St. Johannes.
Die sehenswerte Kirche mit einjochigem Chor und
eingerückter, halbrunder Apsis wurde im wesentlichen im 13. und
14. Jahrhundert erbaut. Der prägnante quadratische Westturm,
der von einem achtseitigen Spitzhelm gekrönt wird, ist jedoch
jünger und wurde 1668 ergänzt. Der größte Teil der
Innenausstattung ist wie der Turm ebenfalls nachreformatorisch
und hauptsächlich barock. Die bemerkenswerte Triumphkreuzgruppe
stammt aber aus dem späten Mittelalter.
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