Richtenberg,
fast 800 Jahre alt, vor allen Dingen bekannt durch eine
Spirituosenfabrik ("Richtenberger"), rund 1500 Einwohner, zentral zwischen Barth, Stralsund, Grimmen
und Tribsees gelegen, ist eigentlich ein typisches Ein- Straßen-Dorf.
Außer der Hauptachse, der Langen Straße, gibt es nur wenige
Seitenstraßen. Daher zieht sich die Anlage der Stadt fast nur
in die Länge, kaum in die Breite. Der spitze, dreieckige
Markplatz fügt sich gut in diese Längsstruktur. Neben den
schön herausgeputzten Häuserfassaden springt an diesem Platz sofort das weiß
verputzte sowjetische Ehrendenkmal in die Augen. Ein
Ortsansässiger hat dem Autoren dieser Website übrigens hinter
vorgehaltener Hand erzählt, dass nicht alle Russen, denen dieses
Ehrendenkmal gilt, in Kampfhandlungen nahe Richtenberg gefallen
seien, sondern auch einige durch den exzessiven Genuss oben
erwähnter Spirituose ihr Leben ausgehaucht hätten.
 

Nur wenige Meter vom Marktplatz entfernt liegt
die dicht von hohen Bäumen umgebene St.-Nikolai-Kirche, deren
Baubeginn in die frühe Stadtentwicklungsphase Richtenbergs
Mitte des 13. Jahrhunderts fällt. Die dreischiffige gotische
Backsteinhalle mit Feldsteinchor besticht besonders durch ihre
außergewöhnlich schöne Innenarchitektur: Die niedrig
hängenden Kreuzrippengewölbe, die sich auf Achteckpfeilern
stützen, das aufwendige Domikalgewölbe des Chores und die
mittelalterlichen Wandmalereien seien hier als besonders
bemerkenswert erwähnt. Am Äußeren des sakralen Gebäudes fällt
besonders der aufwendig gestaltete Chorgiebel auf.
Neben eben erwähnter Kirche
und mehrerer alter Häuser ist außerdem noch der Blick auf
Richtenberg vom benachbarten
Franzburg eine Sehenswürdigkeit
(siehe erstes Foto oben).
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