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Altes Rathaus von 1895 in Richtenberg

 RICHTENBERG  

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Ansicht aus der Ferne

Marktplatz in Richtenberg mit sowjetischem Ehrendenkmal

Die Kleinstadt Richtenberg

Richtenberg, rund 800 Jahre alt, 1297 erstmalig in einer Urkunde als Stadt bezeichnet, vor allen Dingen bekannt durch eine ehemalige Spirituosenfabrik ("Richtenberger"), rund 1500 Einwohner, zentral zwischen Barth, Stralsund, Grimmen und Tribsees gelegen, ist eigentlich ein typisches Ein-Straßen-Dorf. Außer der Hauptachse, der Langen Straße, gibt es nur wenige Seitenstraßen. Daher zieht sich die Anlage der Stadt fast nur in die Länge, kaum in die Breite. Der spitze, dreieckige Marktplatz fügt sich gut in diese Längsstruktur ein. Neben den schön herausgeputzten Häuserfassaden springt an diesem Platz sofort das weiß verputzte sowjetische Ehrendenkmal in die Augen. Ein Ortsansässiger hat dem Autoren dieser Website übrigens hinter vorgehaltener Hand erzählt, dass nicht alle Russen, denen dieses Ehrendenkmal gilt, in Kampfhandlungen nahe Richtenberg gefallen oder durch Krankheiten verstorben seien, sondern auch einige durch den exzessiven Genuss oben erwähnter Spirituose ihr Leben ausgehaucht hätten.

LagekarteGebäude im Ortszentrum

Gebäude am Marktplatz

Nur wenige Meter vom Marktplatz entfernt liegt die dicht von hohen Bäumen umstandene St.-Nikolai-Kirche, deren Baubeginn in die frühe Stadtentwicklungsphase Richtenbergs Mitte des 13. Jahrhunderts fällt. Die dreischiffige gotische Backsteinhalle mit Feldsteinchor besticht besonders durch ihre außergewöhnlich schöne Innenarchitektur: Die niedrig hängenden Kreuzrippengewölbe, die sich auf Achteckpfeilern stützen, das aufwändige Domikalgewölbe des Chores und die mittelalterlichen Wandmalereien seien hier als besonders bemerkenswert erwähnt. Am Äußeren des sakralen Gebäudes fällt besonders der überreich gestaltete Chorgiebel auf.

Neben eben erwähnter Kirche, dem alten Rathaus von 1895 (siehe Foto links) und mehreren anderen alten Häusern ist außerdem noch der Blick auf Richtenberg vom benachbarten Franzburg aus eine unbedingte Sehenswürdigkeit (siehe erstes Foto oben). Zwischen beiden Orten ist mittlerweile der 1936 trocken gelegte, so genannte Richtenberger See wieder neu entstanden.

Feldsteinchor Kirche in Richtenberg

Orte in der Nähe:
Franzburg, Abtshagen, Kirch-Baggendorf, Schlemmin und Semlow

Nützliche Links:
http://www.amt-franzburg-richtenberg.de
http://www.kulturtreff-richtenberg.de
 

© Andreas Reuter

Altes Brennereigebäude mit Schornstein

Portal der Kirche in Richtenberg