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Die erste urkundliche
Erwähnung von Ranzin, das ungefähr auf halbem Wege zwischen
Greifswald und Anklam liegt, fällt ins Jahr 1228. Die Ursprünge
des Dorfes als Siedlungsplatz sind aber bedeutend älter und
reichen zurück bis ins 10. Jahrhundert. Darauf deutet auch der
Ortsname hin, der slawischen Ursprungs ist.

Den Baubeginn der Ranziner
Kirche datiert man in die Zeit um 1250. Ende des 13. Jahrhundert
wurde der kleine, ursprünglich turmlose Sakralbau wohl fertiggestellt. Den
Turm fügte man 1861
nachträglich an. Während Schiff und Chor mit Ausnahme des
Ostgiebels aus unverputzten Feldsteinen aufgebaut sind, wurde
das untere Geschoss des Turmes verputzt und die beiden
Obergeschosse mit Backsteinen hochgezogen. Ein achtseitiger
Spitzhelm schließt den Turm ab. Die mächtigen Eckstrebepfeiler
am Untergeschoss verleihen dem Turm eine sich nach außen
öffnende Form und scheinen den Betrachter quasi durch das Portal
hineinziehen zu wollen.
 

Neben der schönen
Dorfkirche prägen noch mehrere, aus dem 19. Jahrhundert
stammende Wirtschaftsgebäude des ehemaligen Ranziner Guts das
Bild des Dorfes. Das 1887 erbaute Gutshaus bzw. Schloss ist allerdings nicht
mehr im Originalzustand vorhanden: 1956 wurde es in
vereinfachten Formen umgebaut.
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