Die Stadt Penkun
Gegen Ende des 13. Jahrhundert wird Penkun in einer Urkunde erstmalig als civitas (=Stadt) bezeichnet. Das genaue Datum der
Stadtrechtsverleihung ist allerdings unbekannt. Schon damals lag der Ort an der Grenze Pommerns zu Brandenburg. Heute ist sie
sogar die südlichste Stadt des Landesteils Vorpommern, nachdem Gartz und
Umgebung nach 1990 dem Bundesland Brandenburg zugeschlagen wurden.

Kriegerische Auseinandersetzungen und schließlich mehrere Stadtbrände
zwischen 1701 und 1854 haben dafür gesorgt, dass es fast kein Haus in Penkun gibt, das älter als 200 Jahre ist. Auch die
Kirche musste nach dem letzten großen Stadtbrand neu errichtet werden: Von 1858 bis 1862 entstand der heutige
neogotische Sakralbau, den man auf dem folgenden Foto sieht. Aus der Erbauungszeit stammt auch die in Stettin gefertigte Grüneberg-Orgel.
 
Allen Widrigkeiten der Zeit hat jedoch das Schloss getrotzt. Auf einem alten Burghügel wurde es unter Verwendung
von Bauresten eines Vorgängerbaus im Stile der Renaissance um 1600 errichtet. Schönster Bauteil der dreiflügeligen Anlage ist
ein achtseitiger Eckturm. Auffällig sind auch die markanten Schornsteine. Das Schloss kann besichtigt werden und
bietet außerdem museale Ausstellungen. Zu DDR-Zeiten wurde es wie mehrere andere ehemalige Herrenhäuser in der Umgebung als Landwirtschaftsschule genutzt.

Penkun zählt heute rund 2000 Einwohner und darf wie Usedom oder
Lassan zu den Kleinststädten in der Region Vorpommern gerechnet
werden. Mit Ausnahme des Schlosses und einiger kleiner Mietskasernen ist das Ortsbild im wesentlichen von ein- bis zweistöckigen Gebäuden geprägt, die
größerenteils aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts datieren. Manche von ihnen haben noch große Hofeinfahrtstore
(siehe folgendes Foto). Die Stadt ist fast vollständig von Seen umgeben und liegt nahe der Autobahn A 11, die von Berlin nach Stettin führt.
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