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Obgleich es noch andere interessante Bauwerke in Nehringen gibt, kann man
zurecht die niedliche kleine Holzklappbrücke über die Trebel als das Wahrzeichen des kleinen Dorfes nennen. Anfang des
20. Jahrhunderts wurde sie errichtet. In ihrer Konstruktionsweise nach niederländischen Vorbildern ist sie der
Brücke im Greifswalder Vorort Wieck recht ähnlich, aber zwei Nummern kleiner.
Die Länge der Waagebalkenklappbrücke beträgt fast 50 Meter, die Breite etwa 7 Meter, wovon die mittlere Fahrspur etwa 3,5 Meter einnimmt (siehe Fotos oben).
 
Wenn man längs dem Flüsschen Trebel von Tribsees nach Demmin
fährt, stößt man etwa nach halber Strecke auf das 100-Einwohner-Dorf Nehringen. Nicht nur aufgrund der gerade beschriebenen kleinen Brücke ist dieser
Ort ein unbedingter "Photo Stop" oder, um es noch moderner auszudrücken, ein wirkliches "Must See". Außerdem
haben sich noch weitgehend die schönen alten Dorfstrukturen rund um einen weitflächigen zentralen Platz
erhalten: Das ehemalige Gutshaus aus dem 18. Jahrhundert, dazu gehörige Wirtschaftsgebäude und die barocke
Dorfkirche St. Andreas bilden ein beeindruckendes historisches Bauensemble. Eine Besichtigung des gepflegten Kirchenschiffes
mit seiner kostbaren barocken Ausstattung ist empfehlenswert.
Dazu zählt auch ein prunkvoller Altar aus der Zeit um 1600, der mit vielen Säulen, Figuren und Reliefs geschmückt ist.
Unweit der Dorfkirche in einer Straße, die vom zentralen Platz wegführt, reihen sich außerdem noch viele alte Fachwerkhäuser aneinander,
darunter ein Haus aus dem Jahre 1730, das als Pfarrwitwensitz und Küsterei diente.


Reste einer mittelalterlichen Burganlage
findet man am Rande des Dorfes. Die Ruine des Burgturms aus der Mitte des 14. Jahrhunderts ist immerhin noch 15 Meter
hoch. Er diente früher der Grenzsicherung, denn die Trebel bildet seit 1236 die historische Grenze zwischen Pommern und Mecklenburg.
Rund 100 Jahre später wurde Nehringen übrigens das erste Mal urkundlich erwähnt.
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