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Dieser ehemalige Herrensitz, der in der Mitte des 19. Jahrhundert im
Stile des Historismus, genauer gesagt: in neoromanischen Formen, erbaut wurde, nennt sich Schloss Neetzow. Es wurde übrigens nach
Plänen des Architekten und Schinkel-Schülers Georg Friedrich Heinrich Hitzig gestaltet. Bis zur Enteignung im Jahre 1945
gehörte das Schloss der Gutsbesitzerfamilie von Kruse. Nach der Nutzung als Institut der Akademie der Agrarwissenschaften zu DDR-Zeiten
ist heute ein gastronomischer Betrieb in dem alten Gemäuer untergebracht.
Obwohl der durch und durch unsymmetrische Bau mehrere Türme aufweist, liegt die
architektonische Betonung nicht so sehr auf der vertikalen, sondern eher auf der horizontalen Ausrichtung. Dafür ist im
wesentlichen die Gebäudebreite selbst, die die Höhe der Türme deutlich übertrifft, verantwortlich.
Andererseits tragen dazu aber auch die ausgeprägten horizontalen Gesimse bei, besonders das Kranzgesims, das auffälligste Ornament
am Schloss mit kräftigen, dicht beieinander gestellten Zinnen und darunter liegendem Rundbogenfries.

Umgeben wird das blassgelbe Ziegelschloss in Neetzow, das durch
seine Wuchtigkeit fast einen burgähnlichen Charakter hat, von einem teils gepflegten, teils naturbelassenen Landschaftspark, der
ursprünglich nach englischen Vorbildern entworfen wurde. Im Inneren des Gebäudes ist besonders eine überkuppelte runde
Halle, die nur aus einer einzigen zentralen Öffnung im Gewölbe, einem so genannten Oculus, natürliches Licht erhält, sehr sehenswert.
Von der ursprünglichen Ausstattung haben sich vor allen Dingen die Putzornamentik an den Wänden und die Kamine erhalten.
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