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Kein Zweifel: Das dortige Schloss darf man als eine bemerkenswerte Sehenswürdigkeit bezeichnen. Ursprünglich war es eine Wasserburg, die
in der Mitte des 14. Jahrhunderts zum ersten Male urkundlich erwähnt wurde. Nach der so genannten Müggenburg wurde schließlich auch das heutige Dorf benannt. Noch im späten
Mittelalter wurde die Burg allerdings größtenteils zerstört: Nur der fast 30 Meter hohe Bergfried blieb erhalten.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde dieser Turm in ein neu errichtetes Schloss bzw. Herrenhaus integriert. Beim Entwurf und der
Ausführung des Neubaus orientierte man sich an historischer Architektur, insbesondere an gotischen Stilelementen. Das Erdgeschoss
wurde aus Natursteinen, das Obergeschoss aus Backsteinen zusammengefügt. Gegliedert wird die unsymmetrische Fassade durch
zwei Türme, Erker und einen Risaliten mit vorgesetzter Rundbogenvorhalle. Unter dem Dach verläuft zudem ein auffälliger, stark hervortretender
Zackenfries. Die Obergeschossfenster des Risaliten sind verhältnismäßig groß ausgefallen und ferner mit Maßwerk dekoriert: Der dahinter liegende
Gebäudebereich wird damit unverkennbar als der Hauptraum des Herrenhauses gekennzeichnet. Die gesamte Schlossanlage
wird übrigens immer noch gemäß ihrer ursprünglichen Konzeption als Wasserburg von einem recht breiten Wassergraben umflossen.
Das Schloss Müggenburg befindet sich heute wieder in Privatbesitz und kann teilweise besichtigt werden. Zu DDR-Zeiten diente das enteignete Herrenhaus
zuerst als Flüchtlingsunterkunft, dann als Kulturzentrum und wurde schließlich der ortsansässigen LPG überlassen. Vor der
Reprivatisierung Anfang der 90iger Jahre befand sich das schöne Schloss in einem jämmerlichen Zustand.
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