Kein Zweifel: Das dortige Schloss ist eine bemerkenswerte
Sehenswürdigkeit. Ursprünglich war es eine Wasserburg, die 1355
zum ersten Male urkundlich erwähnt wurde. Noch im späten
Mittelalter wurde die Burg schließlich größtenteils zerstört: Nur der 28 Meter
hohe Bergfried blieb erhalten.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde dieser Turm in ein neu errichtetes
Schloss bzw. Herrenhaus integriert. Beim Entwurf und der
Ausführung des Neubaus orientierte man sich an
historischer Architektur, insbesondere an gotischen Stilelementen. Das Erdgeschoss
wurde aus Natursteinen, das Obergeschoss aus
Backsteinen zusammengesetzt. Gegliedert wird die unsymmetrische Fassade durch
zwei Türme, Erker und einen Risaliten mit vorgesetzter Rundbogenvorhalle. Unter dem
Dach verläuft außerdem ein sehr auffälliger, stark hervortretender
Zackenfries. Die Obergeschossfenster des Risaliten sind
verhältnismäßig groß ausgefallen und ferner mit Maßwerk dekoriert
worden: Der dahinter liegende Raum wird damit eindeutig als der
wichtigste des Herrenhauses gekennzeichnet. Die gesamte Anlage
wird übrigens immer noch gemäß ihrer ursprünglichen Konzeption als
Wasserburg von einem Wassergraben umgeben.
Das Schloss befindet sich heute wieder in Privatbesitz und kann
besichtigt werden.
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