
Das von einem Wassergraben umgebene Schloss Mellenthin, das 1575 Rüdiger von Neuenkirchen errichten
ließ, ist der bedeutendste historische Profanbau auf der Insel Usedom. Das Hauptgebäude, dessen Front von drei Risaliten gegliedert wird, flankieren
kleinere Seitengebäude aus späterer Erbauungszeit. Im Inneren des Wasserschlosses, dessen originale Ausstattung weitgehend
verloren ist, befindet sich noch ein sehr sehenswerter Renaissancekamin aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.
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Nach dem 30-Jährigen-Kriege gelangte das Schloss in den Besitz des schwedischen Reichskanzlers Axel
Graf von Oxenstierna (s. Foto links), den der gebildete Historiker noch heute
als Berater und Vertrauten Gustav II Adolfs und Vormund der Königin Christine aus den Geschichtsbüchern kennt.
Ein weiterer berühmte Hausherr war 1663 Prinz Friedrich von Hessen-Homburg. Ihm setze später Heinrich von Kleist
in seinem Drama "Der Prinz von Homburg" ein unsterbliches Denkmal.
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Die kurze, zum Schloss führende Straße
säumen drei ehemalige Gesindehäuser, die auf quadratischem Grundriss mit Pyramidendach vor rund 200 Jahren errichtet wurden. Zwei
Gebäude sind durch einen lang gestreckten Stall miteinander verbunden (siehe folgendes Bild).
Das andere steht für sich alleine auf der anderen Straßenseite (siehe rechts).

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Die Grabplatte des Schlosserbauers Rüdiger von Neuenkirchen findet man in der gotischen
Dorfkirche von Mellenthin, die am Ende eben erwähnter Straße den Abschluss des hier vorgestellten
historischen Dorfgebäudeensembles bildet. Neben der Grabplatte sind auch die Fresken
des Chorraumes, die aus der mittelalterlichen Erbauungszeit stammen, sehr sehenswert. Sie stellen unter anderem das
Martyrium des Heiligen Erasmus dar. Unter der recht reichen Innenausstattung verdienen ferner Erwähnung
- zwei großflächige Gemälde mit der Darstellung des Jüngstes Gerichts und der Kreuzigung aus
den Jahren 1694 und 1698,
- der barocke Altaraufsatz mit der Abbildung des Abendmahls und
- die barocke Orgelbrüstung mit symbolträchtigen Bildern in naiv-einfacher Malweise.
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