Ludwigsburg in Mecklenburg-Vorpommern
An der Ostseite der Dänischen Wiek, einer Bucht des Greifswalder
Bodden, liegt das kleine Dorf Ludwigsburg in einer eher abgeschiedenen Gegend. Die Hanse- und Universitätsstadt Greifswald,
deren hohe Kirchtürme man beim Blick über die Bucht gerade noch erkennen kann, ist rund 10 Luftlinienkilometer entfernt. Man staune und lese: Im
abgelegenen Ludwigsburg steht ein Spätrenaissanceschloss (siehe Bilder in der Mitte und in der rechten Spalte)! Das alte Adelsgemäuer, das nach 1577 als Witwensitz für Herzogin Hedwig
Sophie von Pommern-Wolgast erbaut wurde, ist heute aber leider eine weitgehend traurige Ruine. Immerhin konnte schon das Dach
erneuert und einige weitere Reparaturarbeiten durchgeführt werden.
Außerdem kümmert sich mittlerweile der Förderverein „Schloss und Gutshofanlage Ludwigsburg e. V.“ um den Erhalt des imposanten
Bauwerks. Dennoch: Ein Investor, der ein paar Millionen Euro mitbringt, wäre hier wirklich herzlich willkommen. Zur
gefälligen Anlage gehören ferner ein weitläufiger Park und außerdem größere Fachwerkwirtschaftsbauten, die sich teilweise im besseren Zustand als das Schloss befinden (siehe
folgendes Bild). Nichtsdestotrotz, auch die ruinösen Bauwerke sind noch sehenswert und lassen die einstige Bedeutung der
Schlossanlage in Ludwigsburg erahnen.

 

Direkt neben der Schlossruine befindet sich eine
weiß verputzte Kapelle aus dem Jahre 1708 (siehe Bild oben neben der Karte), deren alte Innenausstattung noch aus dem 18.
und 19. Jahrhundert stammt. Westlich grenzt ein neugotisches Backsteinmausoleum an,
über dessen Ostportal Störche nisten. Das sakrale Gebäudeensemble macht einen reizvollen Eindruck.
Der Strand am Greifswalder Bodden (siehe Bilder unten) ist etwa 2 Kilometer entfernt und nur an sehr heißen Wochenendsommertagen
von vielen Badegästen überlaufen.
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