Löcknitz war als eine Slawensiedlung schon vor der Einwanderung
deutscher Völkerschaften vorhanden, die während des 12. und 13.
Jahrhundert hauptsächlich aus Westfalen und Niedersachsen nach
Pommern kamen. Diese Tatsache haben Grabungsbefunde ergeben. Der
Ortsname ist daher auch slawischen Ursprungs und bedeutet soviel
wie "Sumpfloch". Erste nachweisbare urkundliche Erwähnungen
von Löcknitz finden sich aber erst in Dokumenten seit dem 13.
Jahrhundert, als die Deutschen schon präsent waren.
In diese Zeit des beginnenden Spätmittelalters fällt auch der
erste schriftliche Hinweis auf eine Burg in Löcknitz. Die
ursprüngliche Slawenburg aus Holz und Pfählen wurde um 1400 durch
eine massiv gebaute Festung an gleicher Stelle ersetzt. Von dieser
mittelalterlichen Burg sind noch sowohl Reste der Umwallung
und der Ringmauer als auch noch ein Turm erhalten,
den man heute zwecks einer schönen Aussicht auf die Umgebung
besteigen kann. Direkt neben dem Turm befindet sich übrigens auch die
Touristen-Information.
 
Löcknitz, das in seiner
Geschichte kurze Zeit zu Pommern gehörte, die längste Zeit aber
auf brandenburgischen Gebiet lag, ist nach 1990 wieder
Vorpommern zugeschlagen worden. Die 3000-Einwohner Stadt
befindet sich geographisch gesehen sogar in einer doppelten
Randlage: Die Grenze zu Polen ist auch nicht besonders fern.
Neben dem schon erwähnten
Burgturm bietet der Ort noch eine weitere Sehenswürdigkeit
ersten Ranges: Die zwischen 1869 und 1871 mit gelben Backsteinen
errichtete Kirche im neugotischen Stil gefällt besonders
wegen ihrer eleganten und ausgewogenen Bauweise. Kurz gesagt:
Ihre Anklänge an italienische Kirchen bringt etwas südländisches
Flair in diese zwar schöne, aber eher nüchterne Ecke
Norddeutschlands.
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