Krummin auf der Insel Usedom

Der 150-Einwohner-Ort Krummin befindet sich im nordwestlichen Abschnitt der
Insel Usedom an einer Ausbuchtung des Peenestroms, die man Krumminer Wiek nennt. Die großen Touristenströme führen
rund zwei Kilometer südlich über die B 111, dem Usedom-Highway, an dem kleinen Dorf vorbei. Dennoch profitiert
auch Krummin ein bisschen vom Fremdenverkehr. Neben ein paar Ferienwohnungen bietet der Ort auch ein paar echte
Attraktionen. Die erste Sehenswürdigkeit ist bereits das letzte Stück des Anfahrtsweges: Wenn man von der B 111
abbiegt, muss man die schönste Allee auf der Insel, die aus rund 300 hundertjährigen Linden besteht, durchfahren,
um zum Dorf zu gelangen.

Größtes Gebäude in Krummin ist die Kirche St. Michael.
Das sakrale Bauwerk wurde im 19. Jahrhundert durchgreifend renoviert und auch noch durch einen Turm erweitert.
Nahezu unverändert hat sich aber der Chor aus der ursprünglichen mittelalterlichen Erbauungszeit mit seinen mächtigen Strebepfeilern erhalten. St. Michael war früher Bestandteil
eines um 1300 gegründeten Zisterzienserklosters, dessen Konventsgebäude jedoch
während des 30-Jährigen-Krieges weitgehend zerstört und danach allmählich abgetragen wurden.

Im Zusammenhang mit oben erwähntem Kloster wird Krummin schon 1309 in einer mittelalterlichen Urkunde erwähnt. Neben der
ehemaligen Klosterkirche wartet das kleine, scheinbar am Ende der Welt liegende Dorf auf der Insel Usedom ebenfalls mit ein paar netten
alten Reetdachhäusern auf. Außerdem sollte man einen Blick vom Hafen aus auf die Krumminer Wiek (Bucht) und die Steilküste
der Halbinsel Gnitz auf keinen Fall verpassen. Eine herrlich malerische Aussicht!

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