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Wenn es heute
kriegerische Handlungen in der Region um Klempenow gäbe, würde sich wohl kaum ein Stratege für diesen Ort
ernsthaft interessieren. Früher sah die Lage allerdings anders aus: Damals war die heutige Burgruine noch eine intakte
Festung, um deren Einnahme willen besonders im 17. und 18. Jahrhundert einige Schlachten ausgetragen wurden.
Die Ursprünge der Burg
Klempenow selber reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. In ihrer damaligen Anlage wies sie einen leicht abgerundeten Grundriss mit
mehreren Gebäudeflügeln auf, die einen Innenhof umschlossen. Außerdem war die Burg mit einigen Türmen befestigt. Einer dieser
Türme, dem in der frühen Neuzeit noch ein Spitzhelm aufgesetzt wurde, ist erhalten geblieben. Diesen glücklichen
Umstand hat man Instandsetzungsmaßnahmen seit dem späten 19. Jahrhundert zu verdanken, nachdem die Burg mit Beendigung des
30-Jährigen-Krieges über 250 Jahre lang einem allmählichen und
nachhaltigem Verfall preisgegeben worden war. Der an den Turm angrenzende
Nordflügel ist ebenfalls noch weitgehend erhalten, stammt aber in
seiner heutigen Form vermutlich aus dem 16. Jahrhundert und ist
daher bedeutend jünger als der Turm. Außerdem haben noch Teile vom
West- und Südflügel die Wirren der Zeit überstanden.

Um die überaus sehenswerten Reste der Burg kümmert sich heute ein Verein mit dem klangvollen Namen
Kultur-Transit-96, der sich nicht nur um den Erhalt der imposanten Ruine bemüht, sondern auch Ausstellungen und
weitere kulturelle Ereignisse in und um die ehemalige Festung organisiert.
Klempenows kleine rechteckige Fachwerkkirche
mit eingezogenem Holzturm, deren Baubeginn man ins 17. Jahrhundert datiert, wurde im Laufe der Zeit mehrfach umgebaut. Ihr heutiges äußeres
Erscheinungsbild ist somit wesentlich vom 19. Jahrhundert geprägt. Sie liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Ruine und diente ursprünglich wohl
als Burgkapelle. In ihrem Innenraum steht ein alter Kanzelaltar, der im Jahre 1788 aus dem schon vorhandenen Altar und der
ebenfalls schon vorhandenen Kanzel zusammengefügt wurde.

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