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 KLEMPENOW

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Klempenow, ein Ortsteil der Gemeinde Breest mit rund 100 Einwohnern, liegt ungefähr 10 Kilometer nördlich von Altentreptow nahe der Autobahn A 20. In unmittelbarer Nachbarschaft fließt die Tollense an dem Dorf vorbei.

Ortslage

Burgruine in Klempenow

Wenn es heute kriegerische Handlungen in der Region um Klempenow gäbe, würde sich wohl kaum ein Stratege für diesen Ort ernsthaft interessieren. Früher sah die Lage allerdings anders aus: Damals war die heutige Burgruine noch eine intakte Festung, um deren Einnahme willen besonders im 17. und 18. Jahrhundert einige Schlachten ausgetragen wurden.

Die Ursprünge der Burg Klempenow selber reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. In ihrer damaligen Anlage wies sie einen leicht abgerundeten Grundriss mit mehreren Gebäudeflügeln auf, die einen Innenhof umschlossen. Außerdem war die Burg mit einigen Türmen befestigt. Einer dieser Türme, dem in der frühen Neuzeit noch ein Spitzhelm aufgesetzt wurde, ist erhalten geblieben. Diesen glücklichen Umstand hat man Instandsetzungsmaßnahmen seit dem späten 19. Jahrhundert zu verdanken, nachdem die Burg mit Beendigung des 30-Jährigen-Krieges über 250 Jahre lang einem allmählichen und nachhaltigem Verfall preisgegeben worden war. Der an den Turm angrenzende Nordflügel ist ebenfalls noch weitgehend erhalten, stammt aber in seiner heutigen Form vermutlich aus dem 16. Jahrhundert und ist daher bedeutend jünger als der Turm. Außerdem haben noch Teile vom West- und Südflügel die Wirren der Zeit überstanden.

Burgturm

Um die überaus sehenswerten Reste der Burg kümmert sich heute ein Verein mit dem klangvollen Namen Kultur-Transit-96, der sich nicht nur um den Erhalt der imposanten Ruine bemüht, sondern auch Ausstellungen und weitere kulturelle Ereignisse in und um die ehemalige Festung organisiert.

Klempenows kleine rechteckige Fachwerkkirche mit eingezogenem Holzturm, deren Baubeginn man ins 17. Jahrhundert datiert, wurde im Laufe der Zeit mehrfach umgebaut. Ihr heutiges äußeres Erscheinungsbild ist somit wesentlich vom 19. Jahrhundert geprägt. Sie liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Ruine und diente ursprünglich wohl als Burgkapelle. In ihrem Innenraum steht ein alter Kanzelaltar, der im Jahre 1788 aus dem schon vorhandenen Altar und der ebenfalls schon vorhandenen Kanzel zusammengefügt wurde.

Fachwerkkirche

Orte in der unmittelbaren Umgebung von Klempenow:
Altentreptow, Kartlow, Landskron, Spantekow,
Neetzow, Schmarsow und Jarmen

Nützliche Links:    http://www.burg-klempenow.de

© Andreas Reuter