An
der Landstraße, die von Grimmen nach Tribsees führt, liegt Kirch-Baggendorf. Das kleine Dorf, das nur ein paar hundert
Einwohner zählt, bietet zwar keine imposanten Stadttore wie
seine beiden größeren Nachbarstädte, dafür aber einen
gleichwertig interessanten, mittelalterlichen Sakralbau. Von der
Landstraße aus ist die gotische Feldsteinkirche, die mit
Ausnahme des Turmes komplett im 13.
Jahrhundert errichtet wurde, kaum sichtbar, da sie von hoch gewachsenen Bäumen
dicht umstellt ist.
 

Vollständig aus Feldsteinen ist die Dorfkirche
allerdings nicht erbaut worden: Zur Herstellung der Fenster- und
Torbögenrahmung verwendete man Backsteine. Bemerkenswert ist der
Turm,
der etwas später ans Schiff angefügt wurde: Auf einem
quadratischen Unterbau aus dem 15. Jahrhundert ruht ein
schmaleres, hölzernes Obergeschoss. Eine achtseitige Spitze,
die wohl besser auf einen oktogonalen Schaft gepasst hätte,
schließt den etwas eigentümlichen, willkürlich gebaut
wirkenden Turm ab.
An der Nord- und Südseite
des Schiffes befinden sich spitzbogige Portale, die von
jeweils drei
schmalen, ebenfalls spitzbogigen Fenstern gekrönt werden.
Beachtlich ist auch die Gestaltung des Sakristeigiebels mit
Kreuz-, Rauten- und Spitzbogenblenden. Und zum Schluss: Auch das Kircheninnere ist nicht nur aufgrund
seiner mittelalterlichen Ausmalung eine Sehenswürdigkeit.
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