Einem
außergewöhnlichen technischen Denkmal verdankt Karnin, ein
wenige hundert Einwohner zählendes Dörfchen auf der Insel
Usedom, zumindest unter Freuden der Eisenbahn eine gewisse
überregionale Berühmtheit: Mitten im Peenestrom direkt
gegenüber dem Dorf steht das oft bestaunte und monumentale Hubwerk einer
ehemaligen Eisenbahnbrücke (siehe Fotos oben und unten).

der kleine Karniner Jachthafen
Man könnte fast meinen, dass die beeindruckende
Stahlkonstruktion aufgrund ihrer deplazierten Lage willkürlich
vom Himmel gefallen sei, Tatsache jedoch ist, dass es sich bei
dem Hubwerk um den mittleren Teil einer Brücke handelt, deren
Verbindungsstücke zum Land 1945 von den Nazis gesprengt wurden,
um den Vorwärtsdrang der russischen Armee etwas zu hemmen.
Somit war nach rund 70 Jahren der Betrieb einer Eisenbahnlinie
von Berlin über Pasewalk, Ducherow und Karnin nach Swinemünde
eingestellt. Ob die Strecke noch einmal neu eröffnet wird,
weiß nur die Zukunft.
Im historischen Bahnhof von Karnin befindet sich
ein Ausstellungszentrum, das die Geschichte der
Eisenbahnlinie Berlin-Swinemünde beleuchtet und technische
Informationen über die Brücke bereithält.
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