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Einem außergewöhnlichen technischen Denkmal verdankt Karnin, ein
rund einhundert Einwohner zählendes Dörfchen nahe der Stadt Usedom auf der gleichnamigen Insel, zumindest unter Freunden der Eisenbahn eine gewisse
überregionale Berühmtheit: Mitten im Peenestrom direkt gegenüber dem Dorf steht das oft bestaunte monumentale Hubwerk einer
ehemaligen Eisenbahnbrücke (siehe Fotos oben und unten).

der kleine Karniner Jachthafen
Man könnte fast meinen, dass die beeindruckende
35 Meter hohe und 50 Meter lange Stahlkonstruktion aufgrund ihrer deplazierten Lage willkürlich
vom Himmel gefallen sei. Oder steht man vielleicht sogar vor einem modernen Kunstwerk eines berühmten Bildhauers? Natürlich
nicht! Tatsache ist, dass es sich bei dem Stahlgerüst um ein Hubwerk im mittleren Teil einer
ehemaligen Brücke handelt, deren Verbindungsstücke zum Land 1945 von den Nazis gesprengt wurden,
um den Vorwärtsdrang der russischen Armee etwas zu hemmen. Somit war nach rund 70 Jahren der Betrieb einer Eisenbahnlinie
von Berlin über Pasewalk, Ducherow und Karnin nach Swinemünde eingestellt. Ob die Strecke noch einmal neu eröffnet wird, weiß wohl nur die Zukunft.
Im still gelegten historischen Bahnhof von Karnin befindet sich
ein Ausstellungszentrum, das die Geschichte der Eisenbahnlinie Berlin-Swinemünde beleuchtet und technische
Informationen über die Brücke bereithält. Dort kann man z. B. erfahren, dass die Hubhöhe 28 Meter betrug.
Zur weiteren Geschichte des Ortes liegen nur recht wenige Informationen vor.
Daher reicht es in diesem Zusammenhang auch völlig aus lediglich zu erwähnen, dass Karnin erstmalig im 13. Jahrhundert urkundlich dokumentiert wurde.
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