Schloss Karlsburg in Vorpommern
Das wahrscheinlich schönste Barockschloss in Vorpommern
findet man 15 Kilometer südwestlich von Wolgast und 25 Kilometer südöstlich von Greifswald an einer Straße, die nach Anklam führt. Die Straße heißt B 109, der Ort Karlsburg.
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Errichten ließ das Schloss Carl Behrend von Bohlen
in den Jahren von 1732 bis 1739. Nach den ursprünglichen Plänen vollendet wurde es aber nicht:
Darauf weist die asymmetrische Anlage hin. Der durch drei Risalite gegliederte Zentralbau sollte
nämlich durch zwei Seitenflügel ergänzt werden, von denen tatsächlich aber nur einer gebaut wurde. Wie dem auch sei: Auch in seinem unvollendetem Zustand ist
das Schloss sehr sehenswert, faszinierend das Mansardwalmdach des Hauptgebäudes mit seinen barocken
Schornsteinen. Die ursprüngliche Innengliederung hat sich ebenfalls erhalten und umfasst nahezu 150 Räume, die teilweise noch im Originalzustand vorhanden sind.
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Das Schloss liegt in einem weitläufigen Park,
der erst nach barocken Vorbildern angelegt, im 19. Jahrhundert aber im Stile englischer Landschaftsgärten umgestaltet wurde.
Bemerkenswert in diesem Park sind neben dem schönen Baumbestand unter anderem die aus dem 18.
Jahrhundert stammende Skulptur Flora (siehe Foto oben) und ein schmiedeeisernes Gittertor vor dem Hauptgebäude. Die heutige Nutzung des historischen Gebäudes erfolgt durch ein Klinikum.
Benannt wurde Karlsburg übrigens im Jahre 1771 auf königlich-schwedischen Erlass nach dem Sohn des Schlosserbauers,
der ebenfalls den Vornamen Carl trug. Vorher hieß der Ort Gnatzkow. Dieser nicht so klangvolle Name ist allerdings schon
seit dem Anfang des 14. Jahrhundert dokumentarisch belegt. Das heutige Dorf mit prächtigem Schloss kann also auf eine mindestens 700 Jahre alte Geschichte zurückblicken.
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