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Die rund 3000 Einwohner zählende Kleinstadt Jarmen befindet sich
fast zentral zwischen Demmin und Anklam am Mittellauf der Peene. 1269 wird sie erstmalig in einem Dokument erwähnt. Während der
unmittelbar folgenden Jahren wird der Ort an der Peene in anderen Urkunden mehrmals schon sogar als Stadt bezeichnet. 1742 und 1839
wüten große Brände, bei denen ein nicht geringer Teil des historischen Häuserbestands verloren geht. 1945 wird die Stadt
kampflos an die Rote Armee übergeben. Daher haben sich im Zentrum der Kleinstadt noch recht viele alte Gebäude aus dem 19.
und frühen 20. Jahrhundert erhalten.
Dazu zählt auch das Rathaus mit seiner offenen Glockenlaterne (siehe Foto oben), das wahrscheinlich um 1800
errichtet wurde. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zum dreieckig angelegten Neuen Markt. An der Giebelseite des
Rathauses in Jarmen wurde übrigens eine Stadtchronik mit großen Lettern angebracht, die sich über beide Vollgeschosse erstreckt.

Am Alten Markt wurde in der zweiten Hälfte des
19. Jahrhundert die St.-Marien-Kirche im neugotischen Stil errichtet. Die überproportional große Vorhalle aus
Feldsteinen, die ursprünglich ein Teil des ansonsten abgerissenen mittelalterlichen Vorgängerbaus war, und der schlanke Turm stechen besonders ins Auge.
Im Kircheninneren fallen vor allem die bunten Chorfenster vom Anfang des 20. Jahrhunderts auf. Aus der gleichen Zeit stammt auch die Grünebergorgel.

Unweit des schönen,
ebenfalls dreieckigen Alten Markts gelangt man zum Hafen an der Peene. Teilweise noch vor dem 2. Weltkrieg
errichtete Speicher und Silos türmen sich dort in massiv-imposanter Größe auf und passen eigentlich so gar nicht
in das Bild der ländlichen Kleinstadt Jarmen. Beeindruckend sind sie dennoch.
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