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15 Kilometer nördlich von Stralsund erreicht
man das Dörfchen Barhöft. Die Straße, die dort hinführt, endet an einem kleinen, umwaldeten, aber irgendwie bedeutungsvollen
Parkplatz mit Parkscheinautomaten. Die wenigen hundert Meter zum Hafen muss man zu Fuß zurücklegen. Wenn man schließlich dort angelangt ist,

kann man entweder das Treiben an und auf der
Prohner Wiek (=Bucht) beobachten oder einem großen Hinweisschild mit der Aufschrift Aussichtsturm folgen. Nach 5
Minuten Waldspaziergang inklusive einer Besteigung einer Anhöhe erreicht man eben genannten Turm (siehe Foto oben), den man
gegen Entrichtung eines kleinen Entgeltes erklimmen darf.
Die Investition lohnt sich! Man hat nicht nur
eine vorzügliche Aussicht auf die Insel Bock, sondern kann ebenfalls große Teile der vorpommerschen Boddenlandschaft
überschauen und auch die Küstenlinien von Rügen und Hiddensee
in der Ferne entdecken. Dieser Aussichtspunkt bietet sicherlich neben der Turmlaterne der Stralsunder Marienkirche den großartigsten Fern-
bzw. Panoramablick in Vorpommern. Der Turm wurde übrigens ursprünglich als Wachposten errichtet und stammt aus der Zeit um 1980, als die Einwohner von Barhöft
zwangsevakuiert und stattdessen Grenztruppen der NVA hier stationiert waren.

Die Insel Bock selber ist heute wieder unbewohnt. Die
Erholungsheime der Stasi-Mitarbeiter und ein unvollendeter Störsender sind mittlerweile abgerissen worden. Bock ist nur
wenige hundert Meter vom Festland entfernt und liegt quasi als abgeschnittenes Verbindungsglied zwischen der Halbinsel Zingst
und Hiddensee. Breit ist das Eiland kaum, dafür aber, wenn der
Maßstab meiner benutzten Landkarte stimmt, ungefähr 6 Kilometer lang.
Das Inselchen steht übrigens unter Naturschutz und gehört zum ausgedehnten Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.
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