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15 Kilometer nördlich von Stralsund erreicht
man das Dörfchen Barhöft. Die Straße, die dort hinführt,
endet an einem kleinen, umwaldeten, aber irgendwie bedeutungsvollen
Parkplatz mit Parkscheinautomaten. Die wenigen hundert Meter zum
Hafen muss man zu Fuß zurücklegen. Wenn man schließlich dort angelangt ist,

kann man entweder das Treiben an und auf der
Prohner Wiek (=Bucht) beobachten oder einem großen
Hinweisschild mit der Aufschrift Aussichtsturm folgen. Nach 5
Minuten Waldspazierung inklusive einer Besteigung einer Anhöhe
erreicht man eben genannten Turm (siehe Foto oben), den man
gegen Entrichtung eines kleinen Entgeltes erklimmen darf.
Die Investition lohnt sich! Man hat nicht nur
einen vorzüglichen Ausblick auf die Insel Bock, sondern kann
ebenfalls große Teile der vorpommerschen Boddenlandschaft
überschauen und auch die Küstenlinien von Rügen und
Hiddensee
aus der Höhe entdecken. Dieser Aussichtspunkt ist für den
Autoren dieser Website der großartigste neben der
Aussichtslaterne der Stralsunder Marienkirche. Der Turm selber
stammt aus der Zeit nach 1975, als die Einwohner von Barhöft
zwangsevakuiert und stattdessen Grenztruppen der NVA hier
stationiert wurden.

Die Insel Bock selber ist wieder unbewohnt. Die
Erholungsheime der Stasi-Mitarbeiter und ein unvollendeter
Störsender sind mittlerweile abgerissen worden. Bock ist nur
wenige hundert Meter vom Festland entfernt und liegt quasi als
abgeschnittenes Verbindungsglied zwischen der Halbinsel Zingst
und Hiddensee. Breit ist sie kaum, dafür aber, wenn der
Maßstab meiner benutzten Landkarte stimmt, ungefähr 6 km lang.
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