Hohendorf bei Stralsund
Manchmal birgt es wirklich Überraschungen, was man
an abgelegenen Orten doch alles erblicken kann. Wenn man von Stralsund in
nördliche Richtung aufbricht, erreicht man nach einer Viertelstunde Autofahrt ein Dorf mit wenigen hundert Einwohnern,
in dem sich ein überaus prächtiges ehemaliges Gutshaus befindet, das sich in Anlehnung an Namen des Dorfes Schloss Hohendorf nennt.
Das imposante Bauwerk, das den Namen Schloss
auch wirklich verdient, wurde in seinen wesentlichen heutigen Erscheinungsformen um das Jahr 1850 unter der Leitung des Schinkelschülers
Friedrich Hitzig errichtet. Dabei wurden bei der Fassadengestaltung vor allen Dingen tudorgotische, aber auch klassizistische Bauelemente verwendet.
Der mittlere Gebäudetrakt, dem ein Treppenrisalit mit schlanken Zinnentürmchen vorgelagert ist, wird links und
rechts von vorspringen Seitenflügeln flankiert. In der südöstlichen Ecke befindet sich ein ebenfalls zinnengeschmückter Bergfried, der in den 90iger Jahren
rekonstruiert wurde, nachdem er zu DDR-Zeiten bereits abgerissen worden war.
Das Schloss, das in einem kleinen Landschaftspark liegt, der ebenfalls im 19. Jahrhundert angelegt wurde, ist
mittlerweile wieder im Eigentum der ursprünglichen, 1945 enteigneten Besitzerfamilie und wird heute als Hotel genutzt.
Zur Geschichte des Dorfes Hohendorf, das übrigens zur Gemeinde Groß Mohrdorf gehört und im Landkreis Vorpommern-Rügen liegt,
liegen dem Autoren dieser Website überhaupt keine Informationen vor. Das ist allerdings auch nicht besonders tragisch, denn bedeutende historische Ereignisse
werden sich hier wohl nicht zugetragen haben.
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