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km südlich von Greifswald liegt Gützkow, eine Kleinstadt mit
etwas mehr als 2500 Einwohnern. Wie die meisten Städte in der
näheren Umgebung, so erhielt auch Gützkow im Verlaufe des 13.
Jahrhunderts Stadtrecht (weitere Informationen zur
Geschichte der Stadt Gützkow).
In diese Zeit fällt auch der Baubeginn der zweischiffigen
Stadtkirche, die dem Schutzpatron der Seefahrer, dem Heiligen
Nikolaus, geweiht ist. Die heutige Architektur der Kirche ist
aber auch maßgeblich ein Werk des späten 19. Jahrhunderts: Bei
Restaurierungsarbeiten wurde St. Nikolai nicht
unerheblich im neugotischen Stile umgebaut bzw. ergänzt. Davon
zeugen besonders die Turmobergeschosse.
Unter dem recht netten, alten Häuserbestand im
Stadtzentrum sticht neben der Kirche u. a. ein Neorenaissancehaus in der Kirchstraße
hervor (siehe folgendes Foto). Das zweigeschossige Haus mit
Tordurchfahrt und drei Gauben weist eine recht schöne Putz-Ornamentik
auf der ansonsten backsteinsichtigen Wand auf.

Der imposanteste Profanbau liegt jedoch am
Stadtrand. Das ehemalige Herrenhaus, das heute als Schule
genutzt wird, wurde um 1850 errichtet. Vom ursprünglichen
neogotischen Fassadenschmuck ist leider fast nichts mehr erhalten.
Bemerkenswert ist auch der vorgelagerte kleine Park, der leicht zur
Stadt hin abfällt. Im Park befindet sich auch eine neogotische
Gruftkapelle aus gelben Backsteinen, die im Jahre 1859 für die
Gutsbesitzerfamilie angelegt worden war.

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