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Im Herbst 2005 zählte
man in Groß Mohrdorf nur ein paar hundert Einwohner, dafür aber über 30000 Kraniche, die auf ihrer Durchreise in südlichere
Gefilde in der unmittelbaren Umgebung des Dorfes Rast gemacht haben. In dem kleinen beschaulichen Ort - oder sollte man besser
von einem Nest sprechen ? - sind sogar ein ganzjährig geöffnetes Kranich-Informationszentrum (siehe den Link unten) und mehrere
ausgewiesene Vogelbeobachtungsplätze für die Freunde des Naturerlebnistourismus vorhanden.

Auf ihrem Heimzug kann man übrigens diese berühmten Wappenvögel einer bekannten deutschen Fluglinie von Ende Februar bis Ende April,
auf ihrem Zug in den Süden von Ende August bis Ende November in Groß Mohrdorf begutachten.
Als permanente
Sehenswürdigkeit des Kranichdorfes, das erstmalig im Jahre 1314 urkundlich belegt wurde, darf man dagegen die
mittelalterliche Backsteinkirche bezeichnen. Sie wurde gegen Ende des 13. Jahrhunderts errichtet. Besonders der Turm fällt
durch seine außergewöhnliche Form auf, da er verhältnismäßig breit ist und von einer bemerkenswerten Haube gekrönt wird, die
einer spitzen Mütze mit abstehenden Ohrenklappen ähnelt. Die Innenausstattung der Kirche ist im wesentlichen barock. Die
Orgel aus dem Jahre 1870 zählt zu den jüngeren Inventarstücken und stammt aus der Stralsunder Mehmel-Werkstatt.
Auf dem Friedhof, der die Kirche umgibt, sind mehrere alte Grabplatten und drei neugotische Mausoleen sehenswert.
Zur Gemeinde Groß Mohrdorf mit ihren etwa 800 Einwohnern zählen übrigens mehrere kleine Dörfer
in der Umgebung. Darunter befindet sich auch Klein Mohrdorf.

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