Die schönste Aussicht auf die ungefähr 10000
Einwohner zählende Stadt Grimmen bietet der 1933 gebaute,
ehemalige Wasserturm, der öffentlich zugänglich ist und auch die
Touristeninformation beherbergt. Der Turm ist auf einem Hügel
errichtet, auf dem schon um das Jahr 1300 ein heute nicht mehr
vorhandenes Schloss bzw. Anwesen des
pommerschen Herzogs stand.

Die
Kleinstadt Grimmen, die etwa 25 km westlich von Greifswald und 25 km
südlich von Stralsund liegt, kann also auf eine mehr als 700-jährige Geschichte
zurückschauen. 1267
wird die Siedlung das erste Mal erwähnt, 1304 erhält sie Stadtrecht
nach Lübecker Vorbild. Drei Stadttore der mittelalterlichen
Verteidigungsanlagen, das Stralsunder, Greifswalder und das Mühlentor,
sind noch erhalten. Sie stammen alle aus dem 14. Jahrhundert, zwei von
ihnen haben einen sehenswerten Treppengiebel.

Aus dem 14. Jahrhundert
datiert auch das architektonisch bedeutende Rathaus aus Backstein. Seine
Marktfront schmückt ein reichgegliederter gotischer
Dekorationsstufengiebel. Ein schönen spätmittelalterlichen Giebel hat
auch die Alte Schule, die direkt gegenüber der Marienkirche
liegt. Die Marienkirche, eine dreischiffige
gotische Backsteinhalle
mit einem viergeschossigen Westturm, ist in ihren Ursprüngen das älteste
Bauwerk in Grimmen. Nur wenige Meter von der Kirche und der Alten Schule entfernt befindet sich das Heimatmuseum, dessen
Ausstellungsräume im hohen Mühlentor und in einem Nebengebäude
untergebracht sind.
Lange
Rede, kurzer Sinn: Grimmen
ist eine reizvolle, sehenswerte Kleinstadt im Küstenhinterland.
Und um ehrlich zu sein: eine Kleinstadt mit dörflichem
Charakter, wo sich nach Meinung der Großstädter Fuchs und Hase
gewiss eine gute Nacht wünschen.
|