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 GINGST

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Gebäude im Ortszentrum um den Markt

 

Gingst auf der Insel Rügen

Die wahrscheinlich schönste ländliche Gemeinde Rügens liegt im ruhigen westlichen Teil der Insel, ein paar Kilometer vom Touristen-Highway, der B 96, weit aber von den bekannten und großen Seebädern entfernt. Daher ist es in dem heute rund 1000 Einwohner zählenden Gingst nicht viel weniger beschaulich als im Mittelalter, als der Ort ein Zentrum des Handwerks auf Rügen war. In den beiden so genannten Historischen Handwerkerstuben - hierbei handelt es sich um zwei museal genutzte Fachwerkhäuser mit Reetdach aus dem 18. Jahrhundert - kann man sich ein umfangreiches Bild über die einst vielen auf der Insel ausgeübten Handwerkerberufe während der letzten Jahrhunderte machen.

 
Lage von Gingst auf Rügen  
Jakobikirche
 

Das 1232 zum ersten Male urkundlich erwähnte Gingst war übrigens der erste Ort in der Region, in dem die Leibeigenschaft aufgehoben wurde: 1774 setzte sich der Pfarrer der Jakobikirche erfolgreich für die Abschaffung bei der damaligen schwedischen Regierung ein. Die spätgotische Backsteinkirche selber ist neben dem Handwerksmuseum eine weitere Sehenswürdigkeit des Ortes. Nach einem schweren Brand im 18. Jahrhundert erhielt sie ihre barocke Turmhaube. Das Innere der dreischiffigen Hallenkirche ist aus diesem Grund  im wesentlichen auch spätbarock ausgeschmückt. Die Orgel aus dem Jahre 1790 stammt aus der Werkstatt des Stralsunder Orgelbauers Christian Erdmann Kindten.

Ortszentrum

Orte nahe Gingst:
Schaprode, Hiddensee und Wiek - weitere Orte auf Rügen

Nützliche Links: www.historische-handwerkerstuben-gingst.de

Gingst auf der Insel Rügen

© Andreas Reuter

Jakobikirche