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 GINGST

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Die wahrscheinlich schönste ländliche Gemeinde Rügens liegt im ruhigen Westen der Insel, ein paar Kilometer vom Touristen-Highway, der B 96, weit aber von den bekannten und großen Seebädern entfernt. Daher ist es in dem heute rund 1500 Einwohner zählenden Gingst nicht viel weniger beschaulich als im Mittelalter, als der Ort ein Zentrum des Handwerks auf Rügen war. In den beiden historischen Handwerkerstuben kann man sich ein Bild über die einst vielen auf der Insel ausgeübten Handwerkerberufe während der letzten Jahrhunderten machen.

  
 
 

Das 1232 zum ersten Male urkundlich erwähnte Gingst war übrigens der erste Ort in der Region, in dem die Leibeigenschaft aufgehoben wurde: 1774 setzte sich der Pfarrer der Jakobikirche erfolgreich für die Abschaffung bei der damaligen schwedischen Regierung ein. Die spätgotische Backsteinkirche selber ist neben dem Handwerksmuseum eine weitere Sehenswürdigkeit des Ortes. Nach einem Brand im 18. Jahrhundert erhielt sie ihre barocke Turmhaube. Das Innere der dreischiffigen Hallenkirche ist im wesentlichen auch spätbarock ausgeschmückt.

Nahe Orte:
Schaprode, Hiddensee und Wiek - weitere Orte auf Rügen

 
© Andreas Reuter