Stadt Garz auf Rügen
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4 Kilometer von der Ostsee bzw. vom Greifswalder Bodden und 10 Kilometer
südwestlich von Putbus entfernt befindet sich Garz, eine Kleinstadt mit rund 2000
Einwohnern auf der Insel Rügen, der schon Anfang des 14. Jahrhunderts Stadtrecht verliehen wurde. 1765 zerstörte ein
großer Brand Garz fast vollständig. Nahezu alle Gebäude der Stadt stammen daher aus der Zeit nach dem Inferno. Unter
diesem Baubestand ragen als besonders sehenswerte Exemplare u. a. die Alte Schule aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und das
so genannte Rothbarth-Stift aus dem Jahre 1911 hervor (siehe Bilder oben und in der rechten Spalte).
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Ältestes Bauwerk von Garz ist
aber die am Stadtrand auf einem Hügel befindliche und von einem Friedhof umgebene Dorfkirche
St. Petri. Der gotische Backsteinbau entstand im 14. und 15. Jahrhundert, wurde aber im Laufe der Zeit einige
Male leicht umgestaltet. Der Taufstein gilt als das älteste Ausstattungsstück im Inneren und ist vermutlich noch vor dem
Kirchenbau selber geschaffen worden. Das berühmteste Taufkind in St. Petri war übrigens am 28. 12. 1769 der spätere Dichter,
Historiker und Politiker Ernst Moritz Arndt, der unweit der Stadt im mittlerweile eingemeindeten Groß Schoritz geboren wurde

Garz beheimatet auch ein Ernst-Moritz-Arndt-Museum,
das 1936/37 errichtet wurde (s. Bild unten). In dem kleinen Museumsbau findet man auch Ausstellungen zu regionalhistorischen Themen.
Sehenswert in Garz ist außerdem ein noch gut erhaltener slawischer Burgwall (s. Bild unten), der von einer schönen Parkanlage umgeben ist
und direkt gegenüber dem Museum liegt. Die Burg bzw. die Bauten
der Festungsanlage selber wurden wahrscheinlich schon im 12. Jahrhundert während einer dänischen Invasion auf Rügen zerstört.
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