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1231 erhielten Zisterziensermönche aus Kamp am Niederrhein (siehe Foto und Anmerkungen unten) die Erlaubnis, ein Kloster auf
dem heutigen Gebiet der Kleinstadt Franzburg zu errichten. Nach dessen Auflösung im Zuge der Reformation entstand an gleicher
Stelle um das Jahr 1580 ein Schloss der pommerschen Herzöge. 1587 schließlich wurden der ursprünglichen Handwerkersiedlung, die
sich um das Kloster und das Schloss gebildet hatte, die Stadtrechte verliehen.
Franzburg verdankt seine Entstehung also unmittelbar der Existenz eines Klosters und eines herzoglichen Schlosses.
Große Geschichte wurde in der noch jungen Stadt
geschrieben, als im Jahre 1627 dem Pommernherzog Bogislaw XIV in Franzburg die Weisung Wallensteins übergeben wurde, zehn
kaiserliche Regimenter in Pommern einzuquartieren. Sofort trat der Herzog in Verhandlungen mit Oberst Hans Georg von Arnim, Kommandeur
der wallensteinschen Truppen. Seine Verhandlungsbasis war leider schlecht: Der Pommernherzog hatte nämlich kein ausgebildetes Heer
und keinen kriegserfahrenen Feldherren, dennoch versuchte er mit Geschenken das drohende Unheil abzuwehren. Es half schließlich
doch nichts: Am 10. November musste Bogislaw die so genannte Franzburger Kapitulation abschließen, durch die 8
Regimentern der wallensteinschen Truppen Aufnahme in Pommern gewährt wurde und schließlich der Anfang vom Ende des
pommerschen Herzogshaus eingeläutet wurde. Soviel zur großen
Geschichte, die sich danach nicht mehr besonders für Franzburg
interessiert hat. Was soll auch aufregendes in einer Stadt
passieren, die um 1670 gerade einmal 70 Einwohner zählte?

Heute ist Franzburg immer noch wie im ausgehenden 17. Jahrhundert eine eher unbedeutende Kleinstadt,
allerdings mit dem Charme eines etwas größeren Dorfes. Ungefähr 1500 Einwohner haben sich heute hier niedergelassen. Die Stadt
liegt dafür aber in einer landschaftlich recht reizvollen Lage und darf viele schöne jahrhundertealte Häuser ihr eigen nennen.

Von der Klosterkirche ist noch der
südliche Querhausarm erhalten, der 1583 und in den folgenden Jahren zur turmlosen Schlosskirche umgebaut wurde (siehe Fotos
oben). Den hohen, rechteckigen Bau gliedern wuchtige Strebepfeiler. Spitzbogenblenden zieren die beiden neugotischen
Giebel. Auch vom ehemaligen Schloss der Herzöge ist noch ein Flügel vorhanden, der allerdings in den letzten Jahrhunderten
mehrmals umgebaut wurde (siehe folgendes Bild).

Sehenswert ist außerdem das Rathaus (siehe folgendes Foto). Die dreiflügelige eingeschossige Anlage um einen rechteckigen
Innenhof herum datiert aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, als die Schweden noch Landesherren in Vorpommern
waren. Das relativ große barocke Gebäude beherbergt übrigens auch die Verwaltung des Amtes Franzburg-Richtenberg.
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