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Die Kreis- und
Hansestadt Demmin liegt rund 40 km von der Ostseeküste entfernt
in einer reizvollen Umgebung: Trebel, Tollense und Peene
fließen hier zusammen und formen eine bemerkenswert schöne
Flusslandschaft. |
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Diese - nebenbei gesagt - auch verkehrsgünstige Lage wird wohl
im wesentlichen dafür verantwortlich
gewesen sein, dass die Stadt im Laufe des Mittelalters zu eine
der 4 wichtigsten vorpommerschen Städte neben Anklam, Greifswald
und Stralsund avancierte. Schon vor der Einwanderung der
Deutschen wurde die ursprünglich slawische Stadt im 11.
Jahrhundert als eine
bedeutende Siedlung erwähnt, die sich rege am
Handel mit Städten in der Umgebung beteiligte.
Richtig fassbar
wird die Geschichte Demmins aber erst ab 1128, als der
pommersche Herzog den Bischof Otto von Bamberg auf seiner
zweiten Missionsreise ins Pommernland in der Stadt empfängt.
Spätestens um 1250 ist Demmin bereits
eine deutsche Marktsiedlung und wird demzufolge mit lübischen
Stadtrecht beliehen. Reichtum und Wohlstand mehrten sich
sogar danach für einen sehr langen Zeitraum, als
Demmin in den folgenden Jahren Hansestadt wird und erfolgreich
in diesem kaufmännischen Bündnis agiert.
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Das Blatt wendete sich allerdings Anfang des 17. Jahrhunderts,
als die Schrecken des 30-Jährigen-Krieges Vorpommern und somit
auch Demmin erreichten. Nachdem die Stadt zuerst von
Wallensteins Truppen, dann von den Schweden, etwas später auch
noch von den Brandenburgern arg drangsaliert und
außerdem noch von mehreren verheerenden Bränden heimgesucht
worden war, lebten kurz nach 1700 kaum mehr als 1000 Einwohner in der einst
prächtigen, zu diesem Zeitpunkt aber
verödeten und völlig heruntergekommenen Stadt.

Landwirtschaft und Handwerk im 18. Jahrhundert
und besonders der Hafenhandel im 19. Jahrhundert sorgten
jedoch für eine
stetige positive ökonomische Entwicklung und führten zu einem
erneuten Aufstreben der Stadt Demmin, die 1860 sogar preußische
Garnisonsstadt wurde und kurze Zeit später die
10000-Einwohnermarke Überschritt.
Heute zählt Demmin
rund 13000 Einwohner und darf als einen traurigen Rekord eine
der höchsten Arbeitslosenquoten Deutschlands für sich verbuchen. Viel historische Bausubstanz ist bedauernswerterweise im Stadtbild nicht mehr erhalten: 1945 wurde Demmin zu großen
Teilen
zerstört. Beim Wiederaufbau wurden leider viele geschmacklose
Mietskasernen und Plattenbauten hochgezogen und
der mittelalterliche Stadtgrundriss verändert.

Nichtsdestotrotz hat neben der schon erwähnten schönen Umgebung auch die Stadt ihre durchaus reizvollen
Seiten. Bei der Sanierung des Stadtzentrums in den letzten
Jahren hat man das Erscheinungsbild von Demmin
erheblich verschönert: Unter anderem ist das alte barocke Rathaus am
Marktplatz originalgetreu wieder aufgebaut worden.
Nur durch eine Häuserzeile vom Marktplatz getrennt befindet
sich die ursprünglich gotische, später allerdings mehrfach
umgebaute Stadtkirche St. Bartholomäus mit ihrem fast
100 m hohen neugotischen Turm. Von der mittelalterlichen
Befestigungsanlagen ist noch das Luisentor, der
Pulverturm und ein Teil der Mauer erhalten. Ferner sind am
Stadthafen noch einige teils sehr große Speichergebäude
sehenswert. Vom Stadthafen aus kann man übrigens auch mit
Fahrgastschiffen interessante Ausflüge durch das
Naturschutzgroßprojekt Peenetal-Landschaft
unternehmen.
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© Andreas Reuter
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