Inhalt

 Altentreptow

 Anklam

 Barth

 Demmin

 Gartz

 Greifswald

 Grimmen

 Heringsdorf

 Pasewalk

 Peenemünde

 Rügen

 Stralsund

 Tribsees

 Ueckermünde

 Wolgast

 ...

  Weitere Orte:

 

 Brücken ...

 Kirchen ...

 Schlösser ...

 Seebäder ...

... in Vorpommern

 

 DEMMIN

www.vorpommern-infoweb.de

zur Übersichtskarte

 
     
Zum Vergrößern bitte auf die Fotos klicken!

Die Kreis- und Hansestadt Demmin liegt rund 40 km von der Ostseeküste entfernt in einer reizvollen Umgebung:  Trebel, Tollense und Peene fließen hier zusammen und formen eine bemerkenswert schöne Flusslandschaft.

Diese - nebenbei gesagt - auch verkehrsgünstige Lage wird wohl im wesentlichen dafür verantwortlich gewesen sein, dass die Stadt im Laufe des Mittelalters zu eine der 4 wichtigsten vorpommerschen Städte neben Anklam, Greifswald und Stralsund avancierte. Schon vor der Einwanderung der Deutschen wurde die ursprünglich slawische Stadt im 11. Jahrhundert als eine bedeutende Siedlung erwähnt, die sich rege am Handel mit Städten in der Umgebung beteiligte.

Richtig fassbar wird die Geschichte Demmins aber erst ab 1128, als der pommersche Herzog den Bischof Otto von Bamberg auf seiner zweiten Missionsreise ins Pommernland in der Stadt empfängt. Spätestens um 1250 ist Demmin bereits eine deutsche Marktsiedlung und wird demzufolge mit lübischen Stadtrecht beliehen. Reichtum und Wohlstand mehrten sich sogar danach für einen sehr langen Zeitraum, als Demmin in den folgenden Jahren Hansestadt wird und erfolgreich in diesem kaufmännischen Bündnis agiert.
 

 
Das Blatt wendete sich allerdings Anfang des 17. Jahrhunderts, als die Schrecken des 30-Jährigen-Krieges Vorpommern und somit auch Demmin erreichten. Nachdem die Stadt zuerst von Wallensteins Truppen, dann von den Schweden, etwas später auch noch von den Brandenburgern arg drangsaliert und außerdem noch von mehreren verheerenden Bränden heimgesucht worden war, lebten kurz nach 1700 kaum mehr als 1000 Einwohner in der einst prächtigen, zu diesem Zeitpunkt aber verödeten und völlig heruntergekommenen Stadt.

Landwirtschaft und Handwerk im 18. Jahrhundert und besonders der Hafenhandel im 19. Jahrhundert sorgten jedoch für eine stetige positive ökonomische Entwicklung und führten zu einem erneuten Aufstreben der Stadt Demmin, die 1860 sogar preußische Garnisonsstadt wurde und kurze Zeit später die 10000-Einwohnermarke Überschritt.

Heute zählt Demmin rund 13000 Einwohner und darf als einen traurigen Rekord eine der höchsten Arbeitslosenquoten Deutschlands für sich verbuchen. Viel historische Bausubstanz ist bedauernswerterweise im Stadtbild nicht mehr erhalten: 1945 wurde Demmin zu großen Teilen zerstört. Beim Wiederaufbau wurden leider viele geschmacklose Mietskasernen und Plattenbauten hochgezogen und der mittelalterliche Stadtgrundriss verändert. 

Nichtsdestotrotz hat neben der schon erwähnten schönen Umgebung auch die Stadt ihre durchaus reizvollen Seiten. Bei der Sanierung des Stadtzentrums in den letzten Jahren hat man das Erscheinungsbild von Demmin erheblich verschönert: Unter anderem ist das alte barocke Rathaus am Marktplatz originalgetreu wieder aufgebaut worden. 

Nur durch eine Häuserzeile vom Marktplatz getrennt befindet sich die ursprünglich gotische, später allerdings mehrfach umgebaute Stadtkirche St. Bartholomäus mit ihrem fast 100 m hohen neugotischen Turm. Von der mittelalterlichen Befestigungsanlagen ist noch das Luisentor, der Pulverturm und ein Teil der Mauer erhalten. Ferner sind am Stadthafen noch einige teils sehr große Speichergebäude sehenswert. Vom Stadthafen aus kann man übrigens auch mit Fahrgastschiffen interessante Ausflüge durch das Naturschutzgroßprojekt Peenetal-Landschaft unternehmen.

 

 
     
     
Zum Vergrößern bitte auf die Fotos klicken!

Orte in der Umgebung:
Nehringen, Loitz, Gützkow, Kartlow, Schmarsow, Verchen
und Jarmen

Nützliche Links:

Yatego - Erfinder der Shoppingfreude

      © Andreas Reuter