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Das Blatt wendete sich allerdings Anfang des 17. Jahrhunderts,
als die Schrecken des 30-Jährigen-Krieges Vorpommern und somit auch Demmin erreichten. Nachdem die Stadt zuerst von
Wallensteins Truppen, dann von den Schweden, etwas später auch noch von den Brandenburgern arg drangsaliert und
außerdem noch von mehreren verheerenden Bränden heimgesucht worden war, lebten kurz nach 1700 kaum mehr als 1000 Einwohner in der einst
prächtigen, zu diesem Zeitpunkt aber verödeten und völlig heruntergekommenen Stadt.

Landwirtschaft und Handwerk im 18. Jahrhundert
und besonders der Hafenhandel im 19. Jahrhundert sorgten jedoch wieder für eine
stetige positive ökonomische Entwicklung und führten zu einem erneuten Aufstreben der Stadt Demmin, die 1860 sogar preußische
Garnisonsstadt wurde und kurze Zeit später die 10000-Einwohnermarke Überschritt.
Heute zählt Demmin rund 12000 Einwohner, ist ein so genanntes regionales Mittelzentrum und darf als einen traurigen Rekord eine
der höchsten Arbeitslosenquoten Deutschlands für sich verbuchen. Viel historische Bausubstanz ist
bedauernswerterweise im Stadtbild nicht mehr vertreten: 1945 wurde Demmin zu großen Teilen
zerstört. Beim Wiederaufbau wurden leider viele geschmacklose Mietskasernen und Plattenbauten hochgezogen und der mittelalterliche Stadtgrundriss verändert.

Nichtsdestotrotz hat neben der schon erwähnten schönen Umgebung auch die Stadt ihre durchaus reizvollen
Seiten. Bei der Sanierung des Stadtzentrums in den letzten Jahren hat man das Erscheinungsbild von Demmin
erheblich verschönert: Unter anderem ist das alte barocke Rathaus am Marktplatz originalgetreu wieder aufgebaut worden. Es ist ein wahres optisches Schmuckstückchen.
Nur durch eine Häuserzeile vom Marktplatz getrennt befindet
sich die ursprünglich gotische, später allerdings mehrfach umgebaute Stadtkirche St. Bartholomäus mit ihrem fast 100 Meter hohen neugotischen Turm. Von der mittelalterlichen
Befestigungsanlagen ist noch das Luisentor, der Pulverturm und ein Teil der Mauer erhalten. Ferner sind am Stadthafen in Demmin noch einige teils sehr große Speichergebäude
sehenswert. Vom Stadthafen aus kann man übrigens auch mit Fahrgastschiffen interessante Ausflüge durch die Umgebung
unternehmen und dabei die pittoreske Peenetal-Landschaft kennen lernen.
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