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Turm von St. Bartholomäus in Demmin

 DEMMIN

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Rathaus und Kirche

Die Hansestadt Demmin

Rund 40 Kilometer von der Ostseeküste entfernt liegt die Hansestadt Demmin in einer überaus reizvollen Umgebung: Trebel, Tollense und Peene fließen hier zusammen und formen eine bemerkenswert schöne und malerische Flusslandschaft.

 
     
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Detail des Hansebrunnens in Demmin

Diese - nebenbei gesagt - auch verkehrsgünstige Lage an einem Gewässerkreuz wird wohl im wesentlichen dafür verantwortlich gewesen sein, dass die Stadt im Laufe des Mittelalters zu eine der 4 wichtigsten vorpommerschen Städte neben Anklam, Greifswald und Stralsund avancierte. Schon vor der Einwanderung der Deutschen wurde die ursprünglich slawische Stadt im 11. Jahrhundert als eine bedeutende Siedlung erwähnt, die sich rege am Handel mit Städten in der Umgebung beteiligte.

Richtig fassbar wird die Geschichte von Demmin aber erst ab 1128, als der pommersche Herzog den Bischof Otto von Bamberg auf seiner zweiten Missionsreise ins Pommernland in der Stadt empfängt. Spätestens um 1250 ist Demmin bereits eine deutsche Marktsiedlung und wird demzufolge mit lübischen Stadtrecht beliehen. Reichtum und Wohlstand mehrten sich danach für einen sehr langen Zeitraum, als Demmin in den folgenden Jahren Hansestadt wird und erfolgreich in dem kaufmännischen Bündnis agiert. An diese wirtschaftlich glückliche Zeit erinnert übrigens der 2003 eingeweihte Hansebrunnen vor dem Rathaus (siehe Foto links).

Das Blatt wendete sich allerdings Anfang des 17. Jahrhunderts, als die Schrecken des 30-Jährigen-Krieges Vorpommern und somit auch Demmin erreichten. Nachdem die Stadt zuerst von Wallensteins Truppen, dann von den Schweden, etwas später auch noch von den Brandenburgern arg drangsaliert und außerdem noch von mehreren verheerenden Bränden heimgesucht worden war, lebten kurz nach 1700 kaum mehr als 1000 Einwohner in der einst prächtigen, zu diesem Zeitpunkt aber verödeten und völlig heruntergekommenen Stadt.

Kuhweide vor der Stadt

Landwirtschaft und Handwerk im 18. Jahrhundert und besonders der Hafenhandel im 19. Jahrhundert sorgten jedoch wieder für eine stetige positive ökonomische Entwicklung und führten zu einem erneuten Aufstreben der Stadt Demmin, die 1860 sogar preußische Garnisonsstadt wurde und kurze Zeit später die 10000-Einwohnermarke Überschritt.

Heute zählt Demmin rund 12000 Einwohner, ist ein so genanntes regionales Mittelzentrum und darf als einen traurigen Rekord eine der höchsten Arbeitslosenquoten Deutschlands für sich verbuchen. Viel historische Bausubstanz ist bedauernswerterweise im Stadtbild nicht mehr vertreten: 1945 wurde Demmin zu großen Teilen zerstört. Beim Wiederaufbau wurden leider viele geschmacklose Mietskasernen und Plattenbauten hochgezogen und der mittelalterliche Stadtgrundriss verändert.

Gebäude im Ortszentrum

Nichtsdestotrotz hat neben der schon erwähnten schönen Umgebung auch die Stadt ihre durchaus reizvollen Seiten. Bei der Sanierung des Stadtzentrums in den letzten Jahren hat man das Erscheinungsbild von Demmin erheblich verschönert: Unter anderem ist das alte barocke Rathaus am Marktplatz originalgetreu wieder aufgebaut worden. Es ist ein wahres optisches Schmuckstückchen.

Nur durch eine Häuserzeile vom Marktplatz getrennt befindet sich die ursprünglich gotische, später allerdings mehrfach umgebaute Stadtkirche St. Bartholomäus mit ihrem fast 100 Meter hohen neugotischen Turm. Von der mittelalterlichen Befestigungsanlagen ist noch das Luisentor, der Pulverturm und ein Teil der Mauer erhalten. Ferner sind am Stadthafen in Demmin noch einige teils sehr große Speichergebäude sehenswert. Vom Stadthafen aus kann man übrigens auch mit Fahrgastschiffen interessante Ausflüge durch die Umgebung unternehmen und dabei die pittoreske Peenetal-Landschaft kennen lernen.

 
     
     
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Orte in der Umgebung der Hansestadt Demmin:
Nehringen, Loitz, Gützkow, Kartlow, Schmarsow, Verchen und Jarmen

Nützliche Links:

© Andreas Reuter

Luisentor und Turm von St. Bartholomäus in Demmin