Inhalt

 Altentreptow

 Anklam

 Barth

 Demmin

 Gartz

 Greifswald

 Grimmen

 Heringsdorf

 Pasewalk

 Peenemünde

 Rügen

 Stralsund

 Tribsees

 Ueckermünde

 Wolgast

 ...

  Weitere Orte:

 

 Brücken ...

 Kirchen ...

 Schlösser ...

 Seebäder ...

... in Vorpommern

  

 BARTH

www.vorpommern-infoweb.de

 

zur Übersichtskarte   

Die Hafenstadt Barth zählt etwas weniger als 10000 Einwohner. Sie liegt nicht an der offenen Ostsee, sondern am Barther Bodden, einem großen, langgezogenen Gewässer, das vom Festland und einer stark gebogenen Landzunge nahezu vollständig in die Zange genommen wird und daher nur einen sehr schmalen Meerzugang aufweisen kann. Der dem Ort direkt gegenüberliegende Teil der Landzunge heißt übrigens Halbinsel Zingst.

    

Natürlich kann Barth heutzutage ebenfalls ein bisschen vom überregional florierenden Tourismus profitieren, aber die ökonomischen Hauptstandbeine bilden zweifellos Handel, Handwerk, Landwirtschaft und Gartenbaubetriebe. Eine Schiffswerft ist auch noch vorhanden. 1872 gab es noch derer fünf: Auch daran kann man erkennen, dass die Bedeutung des Barther Hafens im Laufe der Zeit eher gesunken ist. 

Dennoch kann man mit Recht von einer Hafenstadt sprechen. Die Bezeichnung Vinetastadt ist dagegen mehr als fragwürdig, obwohl es Leute gibt, die vollen Ernstes behaupten, die Reste der sagenhaft reichen Stadt lägen im Schlamme des Barther Bodden. Der Autor dieser Website ist eher geneigt zu glauben, dass es ein Vineta, das mitsamt seines Goldes in der Ostsee versunken ist, nie in dieser Form gegeben hat, sondern die mittelalterlichen Hinweise auf eine solche Stadt im Odermündungsbereich irgendwie auf einer Verwechslung mit Venedig (Vineta - Venezia) beruhen. Und ein bisschen Seemannsgarn wird wohl auch mitgewirkt haben.

Die Spekulationen um Vineta zeigen eindeutig, dass detaillierte und gesicherte Informationen zur frühen Stadtgeschichte Barths leider nicht vorliegen. Auswanderer aus dem niedersächsischen und westfälischen Raum werden sich wohl im 12. und 13. Jahrhundert im Zuge der sogenannten Ostexpansion der Deutschen auch in der Stadt am Bodden niedergelassen haben und eine deutsche Marktsiedlung gegründet haben. Dafür spricht die Verleihung des Lübecker Stadtrechts im Jahre 1255 an Barth, das ja bekanntlich eine Weiterentwicklung des Soester Stadtrechts, eines westfälischen Stadtrechts also, darstellt.

Im 14. Jahrhundert residierte ein Rügenfürst, im 16. Jahrhundert ein Pommernherzog innerhalb ihrer Stadtmauern. Erst nach dem Aussterben des rügenschen Fürstenhauses im Jahre 1325 gelangte die damals regional recht bedeutende Stadt zum Herzogtum Pommern. Nach dem Dreißigjährigem Kriege jedoch, als auch das pommersche Herzogshaus ausgestorben war, erreichte sie nie mehr größere politische Bedeutung.

 

Heute ist Barth eine reizvolle Kleinstadt mit viel historischem Charme:

Schöne Bürgerhäuser vergangener Jahrhunderte rahmen den gepflegten, großflächigen Marktplatz ein, über deren Dächer sich weithin sichtbar der Turm von St. Marien, einer dreischiffigen gotischen Hallenkirche (13. - 15. Jahrhundert), erhebt. Nur wenige Schritte vom Marktplatz entfernt befindet sich das imposante Adlige Fräuleinstift, ein großer barocker Gebäudekomplex mit schlossähnlichem Charakter. Sehenswert ist auch das Dammtor aus dem 14. Jahrhundert, das letzte noch erhaltene mittelalterliche Stadttor von Barth. 

Im ehemaligen Hospital St. Jürgen befindet sich eine weitere Attraktion: das Niederdeutsche Bibelzentrum, ein Museum der besonderen Art, dessen wertvollstes Ausstellungsstück eine 1588 in niederdeutscher Sprache gedruckte Heilige Schrift ist.
   

 
   

Zum Vergrößern bitte auf die Miniatur-Fotos
in diesem Feld und in den Spalten links und rechts davon klicken!
 

 

Orte in der unmittelbaren Umgebung: 
Franzburg
, Kenz, Zingst, Prerow, Groß Mohrdorf, Insel Bock,
Schlemmin, Richtenberg und Stralsund

  

 

 
Nützliche Links:

Offizielle Homepage der Stadt
 

Yatego - Erfinder der Shoppingfreude

© Andreas Reuter