Die rund 16000 Einwohner zählende
Hansestadt Anklam liegt im malerischen Peenetal und ist nicht
weit von der Ostsee und der Insel Usedom entfernt.
Wahrscheinlich im Jahre 1264 erhielt Anklam Stadtrecht nach Lübecker Vorbild. Seitdem hat die Gemeinde eine sehr wechselvolle
Geschichte erlebt. Dem glorreichen Aufstieg und Wohlstand in der
mittelalterlichen Hansezeit folgte ein Niedergang ab dem 30-
Jährigen Krieg bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Kaiserliche
Truppen Wallensteins, Schweden, Brandenburger, Russen und
Franzosen fügten der Stadt in diversen Kriegen bis 1810 nicht
unerhebliche Schäden zu. Im Zweiten Weltkrieg schließlich wurde Anklam
zu rund 70 % zerstört: Nicht mehr allzu viele historische Gebäude trifft man
daher heute an, mehrere Nachkriegsbauten und moderne Wohnhäuser prägen das Stadtbild.

Trotz alledem: Die Stadt am Unterlauf der Peene
ist sehenswert, besonders die Kirche St. Marien, eine
mächtige Backsteinhallenkirche aus dem
13. Jahrhundert mit bemerkenswerter Innenausstattung und -ausmalung. Die andere
gotische Backsteinkirche St. Nikolai ist seit Kriegsende Ruine, den Turm
hat man jedoch weitgehend instandgesetzt. Derzeit bemüht sich
ein Förderverein um den Erhalt und Wiederaufbau. Das dritte sakrale
Gebäude in der historischen Innenstadt ist die ehemalige Garnisonskirche
bzw. St. Spiritus. Das schöne barocke Gebäude
dient heute keinen kirchlichen Zwecken mehr, sondern beherbergt
eine Vielzahl von Wohnungen.
Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten in der
Verwaltungsstadt des Landkreises Ostvorpommern zählen
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ein gotisches Giebel-
bzw. Wohnspeicherhaus gegenüber der Marienkirche,
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der Pulverturm, ehemals
Bestandteil der mittelalterlichen Verteidigungsanlagen und
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das 32 m hohe Steintor,
das letzte noch erhaltene Stadttor Anklams, welches Ende der
80iger Jahre zum Heimatmuseum umgebaut worden ist.
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Ein weiteres Museum, das Lilienthalmuseum, ist dem
berühmten Flugpionier und ehemaligen Einwohner der Hansestadt
gewidmet: Otto Lilienthal (siehe Foto
rechts) wurde nämlich
1848 in Anklam geboren.

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