Das Dorf Altwarp
Das kleine Fischer- und Hafendorf Altwarp, eine Gemeinde mit
etwas mehr als 500 Einwohnern am festländischen Ufer des Stettiner Haffs,
wird in der Tat seinem Namen gerecht: Die im 12. Jahrhundert erstmalig
erwähnte Siedlung kann einerseits auf eine über 800 Jahre alte Geschichte
zurückblicken. Außerdem bedeutet Warp soviel wie Ankerplatz,
und ein solcher ist die Gemeinde auch heute noch. Vom Hafen in Altwarp
aus verkehrte von 1996 bis 2010 ganzjährig eine Fähre, die zum Wareneinkauf ins polnische Nachbarland zu günstigen Preisen einlud. Dieser
Fährbetrieb wurde allerdings mangels Wirtschaftlichkeit eingestellt. Ab Mai 2011 soll nun aber ein ehemaliger Fischkutter
Ausflugs- und Angelfahrten anbieten, die unter anderem nach Kamminke auf Usedom und nach Nowe Warpno führen. Über den Neuwarper See, einer kleinen
Ausbuchtung des Stettiner Haffs, erreicht man den polnischen Grenzort übrigens in weniger als einer halben Stunde.
Neben dem Hafenbetrieb ist vor allen
Dingen die ungestörte Natur in der Umgebung ein weiterer
Trumpf von Altwarp. Diese Gegend, 20 Kilometer östlich von Ueckermünde im äußersten Nordosten Deutschlands, bietet ideale
Bedingungen für Rad fahrende Naturfreunde, die besonders das
Wacholdertal und die Binnendünen westlich des Ortes schätzen
werden. Bemerkenswert sind auch mehrere moderne Holzskulpturen im Ort, die von deutschen und polnischen
Bildhauern im Jahre 2007während eines Künstlerplenairs in Altwarp geschaffen wurden.
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