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Altentreptow in Vorpommern
Treptow an der Tollense wurde die
vorpommersche Stadt noch im ausgehenden 19. Jahrhundert und einige Jahrzehnte später
genannt. Die heutige Bezeichnung Altentreptow geht auf
die mittelalterliche Benennung antiquum Tribetowe zurück, mit der man sich offensichtlich vom neu gegründeten
Treptow an der Rega eindeutig abgrenzen wollte. In dieser Zeit, wohl noch in der ersten Hälfte
des 13. Jahrhunderts, müssen die Einwohner Stadtrecht
nach Lübecker Vorbild erhalten haben. Auf jeden Fall wird Altentreptow damals in den Urkunden schon als civitas bezeichnet.
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Altentreptow, heute eine Kleinstadt mit 6000
Einwohnern, liegt dicht an der Grenze zu Mecklenburg im Tollensetal. Der Ortskern wirkt mit
seinem dichten Straßennetz und seiner geschlossenen, meist zweigeschossigen Bebauung historisch
gewachsen. Mehrere Stadtbrände haben aber dafür
gesorgt, dass von der ursprünglich mittelalterlichen
Bausubstanz nur noch ein paar, gleichwohl sehr
sehenswerte Reste vorhanden sind:

Von den ehemals drei Stadttoren findet man
heute anderthalb Tore: Das früher mehrgeschossige Demminer Tor ist nur noch als eingeschossiger
spitzbogiger Durchfahrtsbau mit 4 im 19. Jahrhundert
hinzugefügten, turmähnlichen Aufbauten an den Ecken
erhalten. Das schöne mittelalterliche Neubrandenburger
Tor dagegen erstreckt sich immer noch über mehrere
Stockwerke bis zu seinem imposanten Staffelgiebel.
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Die auch aus dem Mittelalter stammende Backsteinkirche St. Peter ist besonders aufgrund ihrer wertvollen Innenausstattung, darunter ein spätgotischer
Schnitzaltar und filigranes Chorgestühl aus der gleichen Zeit, ein historisch-kultureller Höhepunkt Vorpommerns.
Ein massiver, weithin sichtbarer Turm mit barocker Haube ist der dreischiffigen Hallenkirche vorgesetzt.
Zum Schluss sei noch
auf einen berühmten ehemaligen Einwohner verwiesen. 1850 ließ
sich Fritz Reuter, der später einer der bedeutendsten
Dichter und Schriftsteller der niederdeutschen Sprache wurde, in
Altentreptow als Privatlehrer für Turnen und Zeichnen nieder.
1856 verließ er dann wieder die Stadt, um als freier
Schriftsteller nach Neubrandenburg zu ziehen. Seine erfolgreiche
poetische Laufbahn begann jedoch schon in Altentreptow: 1853
erschien hier sein Erstlingswerk Läuschen und Rimels. Eine
Gedenktafel an Reuters Wohnhaus erinnert an den berühmten Einwohner.
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Orte in der Umgebung von Altentreptow:
Jarmen, Landskron und Klempenow
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Nützliche Links:
Offizielle Stadtseite
Kirche Altentreptow |
© Andreas Reuter
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