Treptow an der Tollense wurde die
vorpommersche Stadt noch im ausgehenden 19. Jahrhundert
genannt. Die heutige Bezeichnung Altentreptow geht auf
die mittelalterliche Benennung antiquum Tribetowe
zurück. In dieser Zeit, wohl noch in der ersten Hälfte
des 13. Jahrhunderts, erhielten die Einwohner Stadtrecht
nach Lübecker Vorbild.
Altentreptow, heute eine Kleinstadt mit 6500
Einwohnern, liegt dicht an der Grenze zu
Mecklenburg im Tollensetal. Der Ortskern wirkt mit
seinem dichten Straßennetz und seiner geschlossenen,
meist zweigeschossigen Bebauung historisch
gewachsen. Mehrere Stadtbrände haben aber dafür
gesorgt, dass von der ursprünglich mittelalterlichen
Bausubstanz nur noch ein paar, gleichwohl sehr
sehenswerte Reste vorhanden sind:
Von den ehemals drei Stadttoren findet man
heute anderthalb Tore: Das früher mehrgeschossige
Demminer Tor ist nur noch als eingeschossiger
spitzbogiger Durchfahrtsbau mit 4 im 19. Jahrhundert
hinzugefügten, turmähnlichen Aufbauten an den Ecken
erhalten. Das schöne mittelalterliche Neubrandenburger
Tor dagegen erstreckt sich immer noch über mehrere
Stockwerke bis zu seinem imposanten Staffelgiebel.
Die auch aus dem Mittelalter stammende Backsteinkirche
St. Peter ist besonders aufgrund ihrer wertvollen
Innenausstattung - hier seien der spätgotische
Schnitzaltar und das Chorgestühl zu erwähnen - ein
kultureller Höhepunkt Vorpommerns.
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