|
Streng genommen ist das vorpommersche
Ahrenshoop ein geteilter Ort, denn die beiden 1950
eingemeindeten Dörfer Althagen und Niehagen gehören zum
Landesteil Mecklenburg und werden deshalb hier auch nicht berücksichtigt. Das gleiche Phänomen begegnet uns in der
Doppelgemeinde Ribnitz-Damgarten, die auch zu DDR-Zeiten als
Zeichen der Vereinigung beider Landesteile zusammengeschlossen
wurden.
Die große Geschichte hat sich für das auf einem sehr schmalen
Landstreifen gelegene, ehemalige Fischerdorf, das von 1648 bis
1815 Grenzort von Schwedisch-Pommern zu Mecklenburg war,
wirklich überhaupt nicht interessiert. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts
setzte allmählich der Tourismus im kleinen Fischerdorf ein. In dieser Zeit ließen
sich auch die ersten Künstler in Ahrenshoop nieder. Der Ort
wurde schließlich zum Bad der Kulturschaffenden. Dies
trifft mit kleinen Abstrichen auch heute noch zu.
Die Straßen Ahrenshoops säumen sehr viele höchst
bemerkenswerte Gebäude aus alter und moderner Zeit. Oft sind
sie reetgedeckt. Besonders ins Auge fallen dabei zwei Bauwerke:
die Bunte Stube, ein Bauhausgebäude aus dem Jahre 1922
von Walter Butzek, und die Kirche. Sie wurde 1951 errichtet. Ihr
reetgedecktes Satteldach reicht fast bis zum Boden.
Noch ein
paar Worte zum Strand: Er ist lang und feinsandig, aber
nicht besonders tief, mit anderen Worten: für einen üppigen
Massentourismus nicht gerade besonders geeignet. Das kann aber
unter Umständen auch von Vorteil sein. Last, but not least:
Auch ein bisschen Steilküste ist vorhanden.
|